zur Navigation springen

Mit Bundeswertpapieren eine solide Basis schaffen

vom

svz.de von
erstellt am 19.Jul.2011 | 06:39 Uhr

Hohe Rendite, Sicherheit, Liquidität - wer Geld anlegen möchte, muss sich entscheiden. "Keine Anlageform vereint alle drei Merkmale", sagt Axel Drückler, Finanzexperte bei der Neuen Verbraucherzentrale MV. "Der Anleger muss sich festlegen, was ihm wichtiger ist." Hier eine Übersicht, welche Sparangebote was zu bieten haben.

Tagesgeldkonten

Das Geld auf Tagesgeldkonten ist über Einlagensicherungssysteme geschützt. Axel Drückler empfiehlt ein Tagesgeldkonto als Basis-Investment. Das Geld ist ständig verfügbar, so dass man auf Wechselfälle des Lebens wie eine kaputte Waschmaschine reagieren kann. Die Zinssätze liegen allerdings kaum über dem Niveau der Inflationsrate.

Festgeld

Festgeldkonten sind - wie das Sparbuch - ebenfalls über die Einlagensicherung abgesichert. Die Erträge sind derzeit nur mager. Deshalb sollte man sich nicht zu lange binden.

Bausparvertrag

In Sachen Sicherheit kann er mit klassischen Spareinlagen mithalten. Die Guthaben-Verzinsung ist aber gering. Hohe Abschlusskosten schmälern die Rendite zusätzlich. "Sparer, die Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie haben, können jedoch eine durchschnittliche Rendite erzielen", so Drückler. Allerdings ist das Geld in der Regel für mehrere Jahre gebunden.

Bundeswertpapiere

Da die Bundesrepublik Deutschland als sehr sicherer Emittent (Ausgeber) gilt, zählen Bundeswertpapiere zu den sicheren Anlagen. Doch ob Bundesschatzbriefe, Tagesanleihe oder Obligationen - die Zinssätze sind aktuell relativ niedrig. Um sein Geld vor der Inflation zu schützen, kann man in inflationsindexierte Bundesanleihen investieren. Dabei werde die Zinszahlung an die Inflationsrate angepasst, so Drückler.

Investmentfonds

Wer mit sicheren Geldanlagen eine finanzielle Basis geschaffen hat, könnte einen Teil seines Geldes in Investmentfonds anlegen. So könne man bei relativ überschaubarem Risiko versuchen, von den Chancen der Kapitalmärkte zu profitieren. Voraussetzungen: Der Sparer hat eine gewisse Risikobereitschaft und die Nerven, um Kursschwankungen zu ertragen, er steht nicht kurz vor der Rente und kann auf das Geld für eine gewisse Zeit verzichten. Bei Immobilien- und Mischfonds sollten es mehr als fünf Jahre, bei Aktienfonds mindestens sieben bis zehn Jahre sein. Und was bei der Geldanlage im Allgemeinen gilt, gilt auch für Investmentfonds im Speziellen: breit streuen, das Geld also in verschiedene Branchen, Länder usw. investieren. Nicht aktiv gemanagte Indexfonds (ETF) sind meist nicht schlechter als aktiv gemanagte Fonds, aber deutlich kostengünstiger.

Zertifikate

Zertifikate sind Anleihen und nicht durch die Einlagensicherung geschützt. Ist der Emittent zahlungsunfähig, ist das Geld in der Regel weg. Weiterer Nachteil sei, dass die Bedingungen oft so kompliziert sind, dass der Anleger kaum erkennen kann, wann er wie viel Geld zurückbekommt, so Axel Drückler.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen