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Ratgeber

23. November 2017 | 03:02 Uhr

Umwelt : Mehrwegbecher für Coffee-to-go

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In vielen Cafés kann man seinen eigenen Becher befüllen lassen. Ein paar Ratschläge zum Kauf.

svz.de von
erstellt am 01.Dez.2015 | 20:30 Uhr

Die Idee ist gut und schön: Mehrwegbecher mit in das Café nehmen, Kaffee reinfüllen lassen, Umwelt schützen. Denn man braucht ja keinen Pappbecher, der später im Müll landet. Aber Mehrwegbecher kommen nicht so gut an, denn oft sind sie undicht oder der Kaffee wird schnell kalt, so die Argumente. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat Becher getestet. Teils hielten die Produkte die Wärme sogar besser als ein einwandiger Pappbecher, oder die Unterschiede waren minimal.

Während der zu Beginn 92 Grad heiße Kaffee in einem einwandigen Pappbecher nach 20 Minuten auf 70 Grad abgekühlt war, waren es bei den Mehrwegbechern aus Edelstahl und/oder Kunststoff 80 bis 64 Grad. Je länger der Kaffee im Becher ist, desto besser schnitten die getesteten Mehrwegprodukte ab: Nach 60 Minuten waren es 45 Grad im Pappbecher, 61 bis 44 Grad in den dauerhaften Bechern.

Wichtig ist in dem Zusammenhang für manche: Ist der Becher geeignet für die Mikrowelle, damit der Kaffee oder auch Tee wieder aufgewärmt werden kann? Hier achtet man besser darauf, dass so eine Angabe auf der Verpackung steht, erklärt Verbraucherschützer Dirk Petersen. Das Halten wird schwierig, wenn sich die Hitze des Getränkes auf das Gefäß überträgt. Der Becher sollte daher zwei Wände haben mit einem Vakuum dazwischen. Es gibt aber auch Modelle mit einem  Halteschutz für die Hände. 

Wichtig ist daneben beim  Kauf eine Information zum Spülen: Wie sich zeigte, sind viele Becher nicht für die Spülmaschine geeignet, oder die Angabe fehlte.

Petersen rät, insbesondere auf den Deckel zu schauen: „Oft kann der dem Überschwappen ein bisschen entgegenwirken, aber richtig dicht ist er nicht“, erklärt Petersen. Eine Klappe oder ein schiebbarer Verschluss über dem Spalt bieten einen besseren Schutz.

Besonders gute Modelle im Test haben zusätzlich einen Druckmechanismus: Erst wenn ein Knopf gedrückt wird, öffnet sich der Spalt zum Trinken. „Man kann diese sogar in die Laptoptasche stellen – neben den Laptop“, sagt Petersen. „Das ist natürlich etwas teurer, aber dafür hat man die Becher ja für die Ewigkeit.“ Der Experte rät hier, darauf zu achten, dass sich der Knopf auch mit einer Hand bedienen lässt – in der anderen hält man schließlich den Becher.

Die sechs Modelle in dem Marktcheck der Verbraucherzentrale Hamburg vom November 2014 kosteten zwischen 4,90 und 11,86 Euro. Übrigens war laut den Verbraucherschützern in einem weiteren Praxistest das Befüllen der Mehrwegbecher in vielen gängigen Ketten möglich.

 

 

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