Behandlung : Was ist eine Arthroskopie?

Was hinter  Knieproblemen steckt, lässt sich mit einer Arthroskopie klären.
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Was hinter Knieproblemen steckt, lässt sich mit einer Arthroskopie klären.

In einer neuen Serie stellen wir zusammen mit der Techniker Krankenkasse gängige medizinische Untersuchungen vor.

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03. November 2014, 14:01 Uhr

Die Arthroskopie oder Gelenkspiegelung ist eine Untersuchung von Gelenken (Griechisch: arthros = Gelenk), bei der über einen kleinen Hautschnitt eine Sonde mit einer Minikamera eingeführt wird, so Kerstin Frederking, Fachärztin für Innere Medizin beim TK-ÄrzteZentrum. Diese überträgt Bilder aus dem Inneren des Gelenkes auf einen Bildschirm. So können die Gelenkstrukturen direkt betrachtet und Schäden feststellt werden.

Häufig können diese noch während des gleichen Eingriffs behandelt werden. Dafür führt der Arzt über weitere Hautschnitte dünne Arbeitsinstrumente wie Tasthaken, Schere, Messer oder motorbetriebene Fräsen ein, mit denen er die krankhaften Veränderungen versorgt.

Vor allem Kniegelenke werden häufig einer Arthroskopie unterzogen. Sie kann aber auch bei Erkrankungen anderer Gelenke wie Schulter-, Ellenbogen-, Hand- oder Sprunggelenk erfolgen.

Wie wird eine Arthroskopie durchgeführt?

Die Arthroskopie kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Sie erfolgt entweder in Vollnarkose oder in Regionalanästhesie, bei der nur bestimmte Körperbereiche betäubt werden. Bei Bedarf unterbindet der Untersucher die Blutzufuhr der entsprechenden Gliedmaße. Das geschieht zum Beispiel durch das Anlegen einer Manschette am Oberschenkel, um so das Kniegelenk blutfrei zu bekommen. Das Gelenk wird mit einer speziellen Flüssigkeit ausgespült, gleichzeitig sorgt ein Abfluss für den ständigen Abtransport der Spülflüssigkeit und des abgetragenen Materials, zum Beispiel Knorpelstückchen und Überreste zerfallener Zellen. Am Ende der Operation vernäht der Arzt die kleinen Hautschnitte und legt einen Verband an.

Welche Vorteile bietet die Arthroskopie?

Die Arthroskopie ersetzt viele Gelenkoperationen, für die früher eine Operation mit großem Schnitt und Gelenkeröffnung notwendig war. Zudem kann das gesamte Gelenk untersucht und so eventuelle Begleitverletzungen erkannt werden. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Operation ist die Arthroskopie weniger schmerzhaft. Außerdem können die Patienten das Gelenk früher wieder bewegen und belasten. Insgesamt verkürzt sich dadurch der Heilungsverlauf im Allgemeinen erheblich.

Die kleinen Wunden erlauben in den meisten Fällen bereits am Tag des Eingriffs den Beginn der krankengymnastischen Nachbehandlung, um die Gelenkfunktionen wiederherzustellen.

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