Unterfordern statt Auspowern : Warum Sie sich beim Ausdauertraining mäßigen sollten

Wer sich beim Sport ständig richtig auspowert, sollte ab und zu einen Gang herunterschalten. Denn den Körper könnte das überfordern.
Wer sich beim Sport ständig richtig auspowert, sollte ab und zu einen Gang herunterschalten. Denn den Körper könnte das überfordern.

Effektiver Ausdauersport trainiert das Herz-Kreislauf-System und beugt Krankheiten wie Diabetes vor. Doch Hobbysportler sollten es dabei nicht übertreiben. Ein Fitnessexperte erklärt, warum.

svz.de von
14. August 2019, 04:57 Uhr

Auspowern und schwitzen bis zum Anschlag, lautet das Motto bei vielen Hobbysportlern. Dabei macht das Prinzip der subjektiven Unterforderung beim Ausdauersport mehr Sinn, wie Prof. Ingo Froböse erklärt. Er leitet das Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln.

Denn wer nach der Anstrengung noch denkt: «Das mache ich morgen gleich nochmal», der trainiert genau richtig, so Froböse. Geht jemand etwa joggen und kann sich dabei noch mit einem Freund unterhalten, ist er subjektiv unterfordert und nicht völlig ausgelaugt. Auf diese Weise trainiert man im aeroben Bereich: Der Körper hat ausreichend Sauerstoff zur Verfügung und greift auf Fettreserven zurück.

Das Prinzip eignet sich besonders gut für diejenigen, die regelmäßig ihre Ausdauer trainieren wollen. So lässt sich das Herz-Kreislauf-System stärken und Krankheiten wie Diabetes vorbeugen. Ideal sind zwei bis drei 30-minütige Einheiten pro Woche - am besten sind Sportarten wie Walken und Radfahren.

Wer sich am liebsten ständig richtig ins Zeug legt, sollte also ab und zu einen Gang herunterschalten. Denn auf Dauer kann ständiges Auspowern Systeme innerhalb des Körpers überfordern. Das kann etwa zum sogenannten Sportlerburnout oder der Unterdrückung des Immunsystems führen, so Froböse.

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