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Medizin und Gesundheit

14. Dezember 2017 | 01:53 Uhr

Malaria : Tropenurlaub mit Netz und Spray

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer in die Tropen reist, sollte sich in vielen Regionen vor Malaria schützen

Wer in die Tropen reist, sollte sich in vielen Regionen vor Malaria schützen. Auslöser der Erkrankung ist ein Parasit, der meist durch Stechmücken übertragen wird. Die Symptome wie Fieber, Gelenkschmerzen, Kopfweh oder Erbrechen treten 10 bis 15 Tage nach dem Stich auf. Unbehandelt können sie lebensbedrohlich werden. Wie Urlauber sich am besten schützen, erklärt Prof. Thomas Löscher, Leiter der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Wie lassen sich Mücken

vom Körper

fernhalten?

In erster Linie bieten sich Repellents an. Diese mückenabschreckenden Mittel enthalten meist den Wirkstoff DEET und werden direkt auf die Haut aufgetragen. Für Schwangere und Kinder eher geeignet ist laut Löscher der Wirkstoff Icaridin. Allerdings hält die Wirkung von Repellents nur wenige Stunden an und muss dann erneuert werden. Werden Kleidung und Moskitonetze mit Insektiziden imprägniert, bieten sie zwei bis drei Monate Schutz.

Wann und wo ist ein

Moskitonetz hilfreich?

Netze sind an allen Orten sinnvoll, an denen Stechmücken und andere blutsaugende Insekten vorkommen – auch außerhalb von Malariagebieten. Ein Netz schirmt den darunter liegenden Menschen zum Beispiel auch von Mücken ab, die das Dengue-Fieber übertragen.

Ist es sinnvoll,

vorbeugend Arznei

einzunehmen?

Vorbeugende Medikamente gegen Malaria können starke Nebenwirkungen haben. Urlauber sollten sie nur nehmen, wenn sie in Gebiete mit hohem Malaria-Risiko reisen und wenn das Risiko höher ist, an Malaria zu erkranken, als an den seltenen, aber starken Nebenwirkungen zu leiden, erklärt der Mediziner. Haben sich Urlauber mit dem Erreger infiziert, verschreiben Ärzte ihnen meist ein Kombinationspräparat auf der Basis von Artemisininen. Bei schwerer Erkrankung werden Medikamente intravenös gegeben.

Wo finde ich heraus, ob

mein Urlaubsgebiet

betroffen ist?

Malaria tritt vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika auf. Reisende können sich auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin informieren.

http://dtg.org/malaria.html

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