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Umgang mit neuen Medien : Ständiges Handykontrollieren ist nicht unbedingt zwanghaft

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Immer mehr Menschen kommunizieren mithilfe eines mobilen Messengers. Das führt dazu, dass sie öfter auf das Smartphone schauen. Die Ursache dafür kann in einer Fehlentwicklung liegen.

svz.de von
erstellt am 09.Aug.2017 | 05:08 Uhr

München (dpa/tmn) - Wer mobile Messenger nutzt, kennt das: Man hat eine Nachricht verschickt, sie ist beim anderen angekommen, aber er antwortet einfach nicht.

Manch einer fragt sich dann, was bloß los ist: Kann der andere nicht reagieren? Will er nicht? Mag er einen womöglich nicht mehr? Hinter solchen Gedanken steckt nicht unbedingt ein Kontrollzwang, erklärt Jürgen Brunner, ärztlicher Psychotherapeut in München.

Aber: Wer sich ständig rückversichern muss, dem fällt es möglicherweise schwer, sich auf die Stabilität einer Beziehung zu verlassen. Nur weil sich der andere gerade an einem anderen Ort aufhält, heißt das ja nicht, dass er nicht zurückkommt. Solches Verhalten kann auf Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung hindeuten, erklärt Brunner.

Daran kann man gemeinsam mit einem Therapeuten arbeiten. Grundsätzlich rät der Experte, die eigenen Gewohnheiten beim Umgang mit neuen Medien immer wieder selbst infrage zu stellen. Im Zweifelsfall hilft es, das Smartphone einfach mal abzuschalten.

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