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Ansteckungsgefahr : Sollten Kinder und Babys gegen Grippe geimpft werden?

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Die Grippewelle hat unsere Region erreicht und sorgt für volle Arztpraxen und Krankenhäuser. Doch wie sinnvoll ist es, Babys und Kinder gegen Influenza zu impfen. Und wie genau funktioniert die Impfung per Nasenspray? Wir klären auf.

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 10:49 Uhr

Müssen Kinder gegen die Grippe geimpft werden?

Nein. Die Grippe-Impfung ist – wie jede Impfung – freiwillig. Also entscheiden Eltern über den Impfstatus ihrer Kinder. Diese erkranken zwar leichter, da die Ausbrüche vor allem Einrichtungen betreffen, wo viele Menschen zusammenkommen wie eben Schulen und auch Kindertagesstätten. (Weiterlesen: Kinder können in einer Saison zweimal an Grippe erkranken)

Trotzdem wird gesunden Kindern und Jugendlichen die Impfung von der der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts nicht explizit empfohlen. Der Grund ist einfach: Sollten sie tatsächlich an der echten Grippe erkranken, verläuft diese in der Regel ohne schwerwiegende Komplikationen. (Weiterlesen: Grippe-Symptome: echte Influenza oder Erkältung?)

Welche Kinder sollten gegen Grippe geimpft werden?

Für Menschen mit Vorerkrankungen kann die Grippe jedoch besonders gefährlich werden. Daher gilt die Impf-Empfehlung der Stiko für Kinder, die beispielsweise an einem Herzfehler leiden, ab einem Alter von sechs Monaten. Weitere Indikatoren für die Impfung von Kindern sind beispielsweise chronische Erkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem.

Wie hoch ist die Impfdosis für Kinder?

In der Regel wird für Kinder im Alter von sechs bis 36 Monaten die halbe Erwachsenendosis, ab einem Alter von 36 Monaten die volle Erwachsenendosis genommen.

Womit und wie werden die Kinder geimpft?

Seit 2013 wird in Deutschland auch ein Grippeimpfstoff eingesetzt, der per Nasenspay verabreicht wird. Dabei handelt es sich um einen Lebendimpfstoff, bei dem die abgeschwächten Viren im Nasenrachenraum eine leichte Infektion verursachen und so anschließend zur Immunität führen.

Bei der per Spritze gegebenen Totimpfung werden die Grippe-Erreger vorher abgetötet. Der Impfstoff enthält entweder ganze (tote) Krankheitserreger oder aber nur Teile der Erreger.

Warum wird aktuell wieder mehr gepiekst?

In der Grippesaison 2016/2017 ist der nasale Lebendimpfstoff dem per Injektion verabreichte Totimpfstoff jedoch nicht überlegen, so die Stiko.

Wie oft werden Kinder gegen Grippe geimpft?

Kinder bis neun Jahre erhalten zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen.

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