Richtiges Radfahren : Sicherer unterwegs mit Pedelecs

Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“ und ist ein Elektrofahrrad, das den Fahrer mit Hilfe eines Elektromotors beim Treten unterstützt.
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Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“ und ist ein Elektrofahrrad, das den Fahrer mit Hilfe eines Elektromotors beim Treten unterstützt.

Fünf Tipps können dabei helfen, sicherer mit dem neuen Elektrofahrrad unterwegs zu sein

svz.de von
27. Mai 2017, 08:00 Uhr

Pedelecs unterstützen den Fahrer beim Treten elektrisch. Ihr Fahrverhalten ist zwar ähnlich wie bei einem klassischen Fahrrad. Dennoch müssen sich Radler, die auf ein solches Zweirad umsteigen, in einigen Punkten umgewöhnen. Der Pressedienst Fahrrad (pd-f) nennt fünf Tipps für den sicheren Umgang.

Probefahrten machen
Ein Unterschied zum klassischen Fahrrad ist der zusätzliche Motorschub, der sich vor allem in der Kurve bemerkbar macht. Wer vom Fahrrad auf ein Elektrofahrrad umsteigt, werde sich zwar schnell daran gewöhnen, sagt Thomas Geisler vom pd-f. „Dennoch sollten die ersten Fahrten mit niedriger Unterstützungsstufe in einem verkehrsberuhigten Umfeld stattfinden.“ Manche Händler bieten spezielle Fahrtechnikschulungen für Einsteiger an.

Vorausschauend mit Helm fahren
Andere Verkehrsteilnehmer können Elektrofahrräder aufgrund des teils höheren Tempos falsch einschätzen. Daher ist es wichtig, vorausschauend zu fahren, um Situationen richtig zu erfassen und passend zu reagieren. Die Blickrichtung ist dabei entscheidend: „Nicht nur auf das eigene Vorderrad konzentrieren, sondern gerade bei Kurvenfahrten aktiv Kopf und Oberkörper in Kurvenrichtung drehen“, rät Geisler. So könne der Fahrer frühzeitig aus der Kurve hinausschauen und mögliche Gefahren erkennen.

Richtig bremsen
Durch das höhere Tempo und Gewicht der elektrischen Räder werden sehr starke Bremsen eingebaut, meist hydraulische Scheibenbremsen. Neben stetiger Bremsbereitschaft rät Geisler auch hier zum Üben, um ein Gefühl für das Bremsverhalten zu bekommen – und zwar bevor es in den Straßenverkehr geht. Ein blockierendes Vorderrad sei zu vermeiden, um das Wegrutschen oder einen Abwurf über den Lenker zu verhindern, sagt Geisler. Auch der Untergrund ist entscheidend: „Auf Schnee, Schotter oder bei Nässe bremst man anders als unter sonnigen Bedingungen.“ Einen kurzen Bremsweg erreichen Radler durch den gemeinsamen Einsatz von Vorder- und Hinterradbremse.

Gleichgewicht schulen
Langsame Fahrten werden oft wackelig. Doch auch Langsamfahren lässt sich lernen: Auf einem leicht abschüssigen Weg verringert der Radler das Tempo zunächst stetig. „Droht er zu kippen, stabilisiert ein leichter Tritt ins Pedal“, sagt Geisler. Zusätzlich hilft, aus dem Sattel zu gehen und den Körperschwerpunkt nach vorne zu verlagern.

Gefahrenpunkte trainieren
Gefährlich sind vor allem hohe Bordsteinkanten. Dort kann es leicht zu Stürzen kommen. Solche Kanten sollten immer im rechten Winkel angefahren werden. „Somit wird ein Wegrutschen des Rades verhindert, und auch der Reifen wird es danken“, sagt Geisler. Dabei entlasten die Radler erst das Vorder- und dann das Hinterrad, indem sie den Körper erst nach vorn, dann nach hinten lehnen. „Das übt man am besten an niedrigeren Bordsteinkanten oder kleinen Stöckchen – oder steigt im Zweifelsfall ab.“

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