Nie allein baden : Sicher in natürlichen Gewässern schwimmen

Wer in einem See schwimmen möchte, sollte sich vorher über die Tücken des Gewässers informieren. 
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Wer in einem See schwimmen möchte, sollte sich vorher über die Tücken des Gewässers informieren. 

Das Baden im See oder im Meer bringt an heißen Sommertagen nicht nur viel Erfrischung, sondern auch besondere Erholung. Das sollte Schwimmer aber nicht zu Leichtsinn verleiten. Denn natürliche Gewässer haben oft ihre Tücken.

svz.de von
08. Juni 2018, 04:45 Uhr

Mitten in der Natur schwimmen - ein Tag am See fühlt sich oft wie Urlaub an. Man entflieht dem Trubel im Freibad und entkommt gleichzeitig dem Chlor, das die Schleimhäute angreift. Das Baden in natürlichen Gewässern birgt jedoch auch Risiken.

«Der Wellengang, tieferes Wasser, Strömungen und die direkte Sonneneinstrahlung können einem leicht zu schaffen machen», warnt Prof. Dr. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln.

Sieben Tipps fürs Schwimmen in Seen- oder Meeresgewässern:

1. Bevor man einfach ins Wasser springt, ist es ratsam, sich bei Fachleuten über besondere Gefahren und die örtlichen Notrufmöglichkeiten zu erkundigen. Sowohl die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) als auch die Deutsche Wasserwacht helfen.

2. Badeverbote sollten auf keinen Fall missachtet werden. Gefahren etwa durch Strömungen, die selbst gute Schwimmer kilometerweit abtreiben können, oder durch Schifffahrt werden für Schwimmer schnell zur tödlichen Gefahr. Auch halten sich Badende am besten von besonders bewachsenen und sumpfigen Uferzonen fern, an denen man leicht im Untergrund einsinken kann. Felsen im Wasser, an denen sich versteckte Strömungen befinden, sollten weit umschwommen werden. Darüber hinaus sind Flora und Fauna in Natur- und Wasserschutzgebieten nicht zu beeinträchtigen. Hier gilt ebenfalls ein ausdrückliches Badeverbot.

3. Wer in einem natürlichen Gewässer baden geht, sollte immer jemanden mitnehmen, der im schlimmsten Fall den Notruf absetzen kann.

4. Man darf sich niemals selbst überschätzen und zu weit raus schwimmen. Der Rückweg ist meist länger als gedacht. In See, Fluss oder Meer gibt es keine Kacheln am Boden, an denen man sich orientieren kann und auch keine Wand, an der man sich jederzeit festhalten kann.

5. Bei Gewitter ist sofort das Gewässer zu verlassen. Im Auto ist man dann am Sichersten.

6. Niemals in unbekannte Gewässer springen: Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich können lebensgefährlich sein oder bleibende Schäden nach sich ziehen.

7. Schwimmen während der Mittagshitze ist zu vermeiden. Andernfalls können leicht Kreislaufprobleme auftreten.

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