Impfungen : Schutz vor Poliomyelitis bleibt wichtig

svz.de von
03. Dezember 2013, 11:33 Uhr

Eltern sollten jetzt anhand des Impfbuchs kontrollieren, ob ihr Nachwuchs ausreichend vor Poliomyelitis geschützt ist. Ist das nicht der Fall, rät die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin, die fehlenden Impfungen gegen die als Kinderlähmung bekannte Krankheit umgehend nachzuholen. Für einen umfassenden Schutz sind fünf Impfungen im Säuglings- und Jugendalter nötig. Erwachsene sollten die Immunisierung auffrischen lassen, wenn sie mit dem Virus in Kontakt kommen könnten, etwa bei Reisen in Regionen mit Poliofällen.

Hintergrund der Empfehlung ist der Ausbruch der Viruskrankheit in Syrien. Dort wurden im Oktober 2013 erstmals nach 1999 wieder Poliofälle registriert. Flüchtlinge aus dem Land könnten die Viren nach Deutschland mitbringen, warnt das RKI. Das scheint bislang zwar noch nicht geschehen zu sein. Und falls das passiert, rechnet das RKI nicht damit, dass sich die Krankheit stark verbreitet. Aber dennoch sind nicht geimpfte Menschen gefährdet, zu erkranken. In Deutschland sind etwa 95 Prozent der Erstklässler immunisiert. Syrien zeigt dem RKI zufolge, dass Polio auch dort wieder auftreten kann, wo die Krankheit bereits als ausgerottet galt, wenn die Impfquoten sinken.

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