Medizin : Kasse zahlt Gutachten zum Zahnersatz

Bei  Problemen  mit  dem Zahnersatz  können Betroffene  sich  an  ihre  Krankenkasse  wenden.
Bei Problemen mit dem Zahnersatz können Betroffene sich an ihre Krankenkasse wenden.

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02. Juni 2014, 15:44 Uhr

Wenn etwas mit dem neuen Zahnersatz nicht stimmt, muss der Arzt nachbessern. Denn bei gesetzlich Versicherten übernimmt der Arzt zwei Jahre lang Gewähr auf den Zahnersatz. „Das sollte immer der Arzt machen, der den Zahnersatz eingesetzt hat“, sagt Eva Wallstein von der Potsdamer Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). „Sonst kann seine Gewährleistungspflicht erlöschen.“

Ist die Nachbesserung nicht erfolgreich, sollten Patienten sich an ihre Krankenkasse wenden. „Die vermittelt dann ein Mängelgutachten“, erläutert Wallstein. Stimmt wirklich mit dem Zahnersatz etwas nicht, fasst dieses Gutachten die Probleme zusammen und macht Vorschläge, wie sie sich beheben lassen. „So haben die Patienten etwas Konkretes in der Hand, um damit noch mal zu ihrem Arzt zu gehen.“

Oft folge der Zahnarzt den Vorschlägen des Gutachtens und versuche die Mängel zu beheben. Bleiben diese aber bestehen, könne man die Krankenkasse um ein zweites Gutachten bitten. Bestätigt das die Mängel, kann der Patient nach Rücksprache mit der Kasse den Zahnarzt wechseln. Ihr Geld für die erfolglose erste Behandlung könnten Kasse und Patient dann vom Arzt zurückfordern.

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