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Hintergrund : Impfschutz wird vor allem in Kitas verstärkt

vom
Aus der Onlineredaktion

Kindertageseinrichtungen sollen den Gesundheitsämtern melden, wenn Eltern keinen Beratungsnachweis erbringen

Es ist eine der großen Debatten der Medizin von heute: Brauchen wir Impfungen und wenn ja, welche? Die Zahl der Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert-Koch-Institut für Kinder empfohlen werden, ist hoch. Rund ein Dutzend Krankheiten wie Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten, Masern, Mumps und Röteln sollen dem Nachwuchs durch den Piks in den Arm erspart bleiben.

Was jahrzehntelang eher unumstritten war, erfährt in jüngster Zeit zunehmend Kritik. Mögliche Nebenwirkungen der Impfungen, die Macht der Hersteller und die Frage nach der noch existierenden Ansteckungsgefahr spielen eine Rolle.

Ärzte und Bundesregierung sind sich einig in ihrem Kampf um einen Impfschutz für die Bevölkerung. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) betont: „Impfungen gehören zu den wirksamsten Mitteln, um gefährlichen Infektionskrankheiten vorzubeugen und unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen zu schützen.“ Vor einer Impfpflicht schreckt das Ministerium noch zurück. Allerdings gilt inzwischen, dass ungeimpfte Kinder und Erwachsene zeitweise vom Besuch einer Kita oder Schule ausgeschlossen werden können. Konkret läuft das so ab: Eltern sind verpflichtet, bei Eintritt in die Kita einen Nachweis über eine Impfberatung vorzulegen. Mit dem in diesem Jahr in Kraft getretenen Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten wurden die Kitas verpflichtet, das Gesundheitsamt zu benachrichtigen, wenn die Eltern den Nachweis nicht vorlegen. Das Amt lädt die Eltern dann zu einer Beratung ein. Wer sich weigert, den Beratungsnachweis vorzulegen, dem drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 2500 Euro. So will man etwa verhindern, dass Krankheiten wie Masern oder Mumps in größerem Umfang ausbrechen. „Wir müssen die Wirkung dieser Maßnahmen sehr genau beobachten, denn die Impflücken sind in Deutschland noch immer zu groß“, sagt Gröhe.

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