Hotline für Ratsuchende : Grippewelle nimmt Fahrt auf

Influenza in Deutschland: In der 7. Kalenderwoche hat die Grippewelle deutlich Fahrt aufgenommen.
Influenza in Deutschland: In der 7. Kalenderwoche hat die Grippewelle deutlich Fahrt aufgenommen.

136 Grippetote und 23379 Neuerkrankungen in Deutschland.

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22. Februar 2018, 20:30 Uhr

Mit 23379 Neuerkrankungen hat die Grippewelle in Deutschland in der 7. Kalenderwoche vom 10. Februar bis zum 16. Februar deutlich Fahrt aufgenommen.

Die Zahl der Todesfälle durch eine Influenza-Infektion stieg derweil von 102 in der Woche davor auf 136. Damit hat das Robert-Koch-Institut seit November 2017 insgesamt 82038 Grippefälle hierzulande registriert.

Kasse schaltet Hotline nach Grippe-Todesfall in MV

Nach dem ersten Grippe-Todesfall dieses Jahres in MV hat die Krankenkasse Barmer eine Hotline eingerichtet. Ärzte berieten dort, wie sich die echte Grippe von einer eher harmlosen Erkältung unterscheidet, wie man sich durch Schutzimpfungen und andere Maßnahmen wappnen kann oder was bei der Erkrankung zu tun ist, teilte die Kasse gestern in Schwerin mit.

Erreichbar sei die Hotline von Freitag an für eine Woche von 9 bis 21 Uhr unter 0800/ 8484111. Die Beratung sei kostenlos und stehe allen Interessierten offen. „Wegen der zuletzt stark gestiegenen Fallzahlen wollen wir Patienten die Gelegenheit geben, sich möglichst einfach medizinischen Rat am Telefon zu holen,“  sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach.

 

Influenza B-Viren (mit 99 Prozent aus der Yamagata-Linie) sind weiterhin mit 75 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)pdm09-Viren mit 21 Prozent und Influenza A(H3N2)-Viren mit vier Prozent. Die dominierende B-Virus-Variante wird von dem Dreifachimpfstoff, den die gesetzlichen Krankenkassen dem Patienten üblicherweise erstatten, aber nur äußerst eingeschränkt abgedeckt. Diese Variante ist aber in dem teureren Vierfachimpfstoff enthalten.

Nach Angaben des Robert-Koch -Instituts wurden in der bisherigen Grippesaison unter anderem 35 Ausbrüche in Kindergärten, 33 in Krankenhäusern, 24 in Schulen, zehn in Reha-Einrichtungen, acht in Alten- und Pflegeheimen sowie sechs in Betreuungseinrichungen gemeldet.

Unterdessen stieg in den Vereinigten Staaten die Zahl der Kinder, die an einer Influenza-Infektion starben, auf 90. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

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