Ausdauer- und Kraftsport : Die besten Fitness-Apps für Android und iOS

Kostenlose Programme für Ausdauer- und Krafttraining. Persönliche Trainingspläne gegen Gebühr

svz.de von
23. März 2018, 05:00 Uhr

Die Kombination aus Smartphone und Sport-App ist ein Paradebeispiel für die positiven Effekte der Digitalisierung und der Selbstvermessung. Nutzer zeichnen so ihre Trainingseinheiten und -fortschritte auf und erziehen sich im besten Fall selbst zu einem gesünderen Lebensstil. Einstellbare Push-Nachrichten sorgen für Motivation – oder ein schlechtes Gewissen. Ein Trend der vergangenen Jahre: Die Apps sind immer besser und professioneller geworden, bieten in den kostenlosen Varianten oft aber nur eine Grundausstattung. Für zusätzliche Übungen, Analysen oder personalisierte Trainingspläne fallen in der Regel Kosten an, bei sehr vielen Apps besteht ein Registrierungszwang. Die dann verfügbaren Trainingspläne sind teilweise von Profisportlern oder Sportärzten mitentwickelt worden.

Polar Beat

 
Das bewusste Training in bestimmten Pulsbereichen hat in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen. Nicht ohne Grund, denn so erreichen Sportler Trainingsziele wie Fettverbrennung, mehr Ausdauer oder Leistungsverbesserung gezielter. „Polar Beat“ vom für Herzfrequenz-Sensoren bekannten Hersteller Polar richtet sich genau an diese Sportler und zeichnet viele verschiedene Aktivitäten auf, darunter Laufen, Rudern, Wandern, Badminton oder Radfahren. Für erweiterte Funktionen wie angeleitetes Training oder einen Fitnesstest fallen Kosten an.

Runkeeper

 
Wem die Optik von „Runtastic“ nicht gefällt, kann als Alternative „Runkeeper“ ausprobieren. Der Funktionsumfang ist vergleichbar, die grafische Darstellung dafür etwas moderner. Schade: Seit einem Update  sind persönliche Trainingspläne nur noch in der kostenpflichtigen Variante verfügbar.

Seven

 
Die Ausrede „keine Zeit für Sport“ fällt mit der App „Seven“ weg, denn hier ist der Name Programm: Jedes Training dauert mit Pausen 7:50 Minuten. Innerhalb dieser Zeit müssen zwölf Übungen à 30 Sekunden absolviert werden. Was einfach klingt, ist in der Praxis jedoch ziemlich intensiv. Besonders Einsteiger sollten sich am Anfang nicht übernehmen. Die Übungen werden auf dem Bildschirm animiert, Videos oder Hinweise für die korrekte Ausführung gibt es leider nicht. Die kostenlose Version umfasst mittlerweile nur noch ein Training; das spricht immerhin alle Muskelgruppen an und reicht, um die App kennenzulernen und die Körperspannung zu erhöhen.

Mein Wasser

 
Im stressigen Alltag vergessen einige Menschen das Trinken schlichtweg, andere tun sich grundsätzlich schwer damit, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch besonders für sportlich Aktive ist Trinken enorm wichtig. Die App „Mein Wasser“ gibt nach der Eingabe des Geschlechts und des Gewichts eine empfohlene Flüssigkeitsmenge als Tagesziel vor. Damit das erreicht wird, erinnert das Programm den Nutzer mehrmals täglich über Push-Nachrichten ans Trinken. Ist das Tagesziel erreicht, gibt es Lob und auf Dauer kleine Auszeichnungen. Das dürfte den einen oder anderen Trinkmuffel motivieren.

Zombies, run

 
Eine App ist anders als alle anderen – derzeit ist sie allerdings nur auf Englisch verfügbar. „Zombies, run“ ist eine Mischung aus Fitness-App, Hörspiel und Strategiespiel. Der Nutzer wird beim Training – egal ob Spaziergang oder Lauf – Teil einer Zombie-Geschichte. In der kostenlosen Variante gibt es 23 Missionen, die den Sportler bei der Bewegung unterhalten. Zwischendurch müssen Untote mit einer Tempoverschärfung abgehängt werden – ein kurzweiliges Intervalltraining. Für zurückgelegte Strecken verdienen Anwender Gegenstände, mit denen ein Basislager aufgerüstet und gegen die Zombies geschützt werden kann. Wer nicht genug bekommt, schaltet kostenpflichtig weitere Missionen frei. Nichts für ernsthaftes Training, aber ein angenehm ungewöhnlicher Ansatz mit Langzeitmotivation.

Runtastic

 
„Runtastic“ gehört seit Jahren zu den beliebtesten Sport-Apps und richtet sich vor allem an Läufer. Das Programm ist einfach zu bedienen und zeigt während des Trainings Dauer, Distanz, verbrauchte Kalorien und Durchschnittsgeschwindigkeit an. Im Nachgang können Nutzer zudem die gelaufene Strecke in einer Karte, die Höhenmeter und den entstandenen Flüssigkeitsbedarf einsehen. In einer Bestenliste messen sich Sportler mit befreundeten „Runtastic“-Nutzern. In der kostenlosen Version trüben die regelmäßigen Werbeeinblendungen für die kostenpflichtigen Varianten den Eindruck etwas.

Asana Rebel

 
Wer immer noch glaubt, dass Yoga nur etwas für Hausfrauen oder Menschen auf der Suche nach spiritueller Ganzheit ist, wird spätestens mit der App „Asana Rebel“ eines Besseren belehrt. Übungen für Fettverbrennung, mehr Beweglichkeit oder Stabilität stehen zur Auswahl. Für jede Einheit gibt es kommentierte Videos, unter anderem mit Tipps zur Ausführung und der Atmung. Ein Kalender innerhalb der App zeichnet die absolvierten Einheiten auf. Einziger Haken: Der kostenlose Umfang ist mit einem täglichen „Workout“ sehr überschaubar. Alle anderen Trainings sind per Abo-Modell oder gegen eine Einmalzahlung lebenslang nutzbar. Zum Reinschnuppern reicht die kostenlose Einheit aus.

Blackroll

 
Faszienrollen, mit denen Nutzer das muskuläre Bindegewebe bearbeiten, sind in den vergangenen Jahren in immer mehr Haushalte eingezogen. Durch das regelmäßige Training kann unter anderem die Beweglichkeit erhöht und dem Muskelkater nach dem Sport entgegengewirkt werden. In der App „Blackroll“ gibt es allgemeine Ausroll-Übungen, Anleitungen zum Training mit den Rollen und gezielte Übungen bei bestimmten Schmerzbildern. Leider gibt es für die Ausführungen keine Videos, sondern Grafiken und kurze Texte. Dafür ist die App kostenlos und kommt ohne Registrierung oder kostenpflichtige Zusatzinhalte aus – und funktioniert natürlich mit den Faszienrollen aller Hersteller.

Freeletics Bodyweight

 
Alle Übungen in „Freeletics Bodyweight“ können im Wohn- oder dem Hotelzimmer absolviert werden und haben die Trainingsschwerpunkte Kraft oder Ausdauer. Erfreulich: In der kostenlosen Variante stehen derzeit elf „Workouts“ zur Auswahl. Sie unterscheiden sich im Schwierigkeitsgrad und den angesprochenen Muskelgruppen. Ein „Workout“ besteht aus mehreren Übungen, für die korrekte Ausführung gibt es Videos mit Texteinblendungen. Ein persönlicher Trainer, der ein Programm nach den Zielen des Nutzers zusammenstellt, und weitere Trainingseinheiten sind kostenpflichtig.

Runtastic Results

 
Die Hersteller von Runtastic haben mittlerweile eine ganze Reihe an Sport-Apps veröffentlicht. „Runtastic Results“ widmet sich dem Muskelaufbau und verspricht – wie der Name schon sagt – Resultate. Zur Auswahl stehen einzelne Übungen oder vorbereitete Trainingseinheiten. Letzte dauern zwischen zwei und 60 Minuten. Sehr gut: Für jede Übung gibt es Videos, die die korrekte Ausführung zeigen. Für den Zugriff auf alle Übungen, Trainingseinheiten und personalisierte Trainingspläne fallen Kosten im Abo-Modell an. Für den Einstieg reicht die kostenlose Variante jedoch aus.

Nike+ Run Club

 
Ob als Team oder gegeneinander, Sport macht in der Regel mehr Spaß, wenn man mit anderen aktiv ist. Mit „Nike+ Run Club“ setzt der US-Sportartikelhersteller in seiner Lauf-App deshalb auf eine Mischung aus Individual- und Schwarmmotivation. Bei wöchentlichen und monatlichen Herausforderungen schalten Nutzer Trophäen frei, in einer Bestenliste können sie sich mit befreundeten App-Nutzern messen. Schade: Eine Funktion, mit der sich Freunde zu einem privaten Duell herausfordern konnten, hat der Hersteller im Zuge einer neuen Version ersatzlos gestrichen. Mit der „Mein Coach“-Funktion bekommen Sportler kostenlose und mehrwöchige Trainingspläne, die an die persönliche Leistungsfähigkeit angepasst sind. Die App ist leicht zu bedienen und zeichnet die wichtigsten Trainingsdaten, wie Durchschnittsgeschwindigkeit, Steigung, Laufstrecke oder verbrauchte Kalorien auf. Mit passendem Zubehör, wie einem Brustgurt oder der Apple Watch, wird auch die Herzfrequenz aufgezeichnet.
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