zur Navigation springen
Medizin und Gesundheit

20. August 2017 | 08:02 Uhr

Schutz vor Zecken : Befristeter FSME-Schutz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Impfung nach drei Jahren auffrischen lassen.

Wer regelmäßig im Wald und über Wiesen spazieren geht oder einen Wanderurlaub plant, sollte sich vor der

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) schützen. Zecken übertragen deren Erreger. Drei Impfungen sind für einen umfassenden Schutz erforderlich. Darauf weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hin. Die zweite Dosis wird vier bis zwölf Wochen nach der ersten verabreicht. Etwa 14 Tage nach der zweiten Impfung hat der Körper für einige Monate genug Abwehrkräfte. Wer länger geschützt sein möchte, sollte sich nach neun bis zwölf Monaten eine dritte Impfung verabreichen lassen. Die Immunisierung hält aber nur drei bis fünf Jahre vor und muss dann erneuert werden.

Betroffen sind laut einer aktualisierten Karte der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts (RKI) vor allem Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und das südöstliche Thüringen. Auch in Sachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gibt es Gefahrengebiete. Bemerkbar macht sich eine Infektion unter anderem durch Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Die Viren können zu Hirn-, Hirnhaut- und Rückenmarkentzündungen führen, die nicht behandelbar sind.Keine Impfung gibt es gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Bakterien-Infektion Borreliose. Daher sollten sich Spaziergänger, Wanderer und Forstarbeiter im Wald immer vor Zeckenbissen schützen, rät das BZgA. Sie tragen am besten feste Schuhe, langärmelige Oberteile und lange Hosen. Die Hosenbeine werden in die Socken gesteckt. Es gibt Mittel gegen Zeckenbisse, aber diese wirkten ähnlich wie Sonnenschutz nur für eine begrenzte Zeit und bieten keinen vollständigen Schutz. Zecken sind aktiv, sobald es warm wird. Sie leben vornehmlich im Unterholz, Gebüsch und in hohen Gräsern.

Nach dem Waldbesuch sollte der Körper nach Zecken abgesucht werden. Die Tiere saugen sich besonders gerne in den Kniekehlen, an der Leiste, unter den Achseln sowie am Kopf, etwa hinter den Ohren und am Haaransatz, fest.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen