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Herzinfarkt : Ablagerungen machen die Blutgefäße dicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Koronare Herzerkrankung führt im Akutfall zum Infarkt und der häufig zum Tod

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2015 | 20:26 Uhr

In den Industrienationen sind Herz-Kreislauf-Krankheiten bei Erwachsenen die häufigsten Todesursachen, vor allem die koronare Herzkrankheit führt häufig zum Tode, konstatiert das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin.

Eine koronare Herzerkrankung macht sich oft erst bemerkbar, wenn es schon fast zu spät ist: Typische Folge von verengten Herzkranzgefäßen ist ein akuter Herzinfarkt aufgrund eines Gefäßverschlusses. Anzeichen dafür sind Schmerzen in der Brustmitte rund um das Brustbein, die in den Oberkörper ausstrahlen. Folge eines Herzinfarkts ist, dass der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird und stellenweise abstirbt. Je größer das betroffene Gefäß ist, desto größer ist der Schaden für das Herz und stirbt stellenweise ab. Etwa sechs Stunden Zeit blieben, um das verstopfte Gefäß wieder durchlässig zu machen, zum Beispiel durch den Einsatz eines Stents.

Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit der koronaren Herzkrankheit stark an. Insgesamt 6,5 Prozent der Frauen und 9,2 Prozent der Männer geben laut RKI an, an einer koronaren Herzerkrankung zu leiden.

Ursache dafür ist in der Regel eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, im Volksmund auch Arterienverkalkung genannt. Sie führt dazu, dass ein oder mehrere Blutgefäße verengt oder sogar verschlossen werden. Dies führt dazu, dass der Herzmuskel hinter der verengten Stelle nicht mehr ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff versorgt wird und dadurch Schaden nimmt.

Die koronare Herzerkrankung wird durch Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, aber auch durch Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, ungesunde Ernährung sowie eine Thromboseneigung begünstigt.

Basis der Behandlung ist es, diese Risikofaktoren auszuschalten. Mit Medikamenten können die mit der Erkrankung einhergehenden Beschwerden gelindert werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Verfahren, um die Herzkranzgefäße wieder zu erweitern. Je nachdem, wie viele Gefäße betroffen sind, kann auch eine Bypass-Operation erforderlich sein.

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