Körperhygiene : Von Müffeln bis Rülpsen

Auch normales Körperdeo hilft gegen Schweißgeruch. Man braucht es lediglich in die Schuhe zu sprühen.
Auch normales Körperdeo hilft gegen Schweißgeruch. Man braucht es lediglich in die Schuhe zu sprühen.

Mangelnde Körperhygiene und zu viel Alkohol sind die größten Verhaltenstabus in einer Beziehung - Gammeloutfit wird toleriert

svz.de von
29. Juli 2018, 05:00 Uhr

Ob am Anfang einer Beziehung oder nach mehreren Jahren Liebesalltag: Es gibt sie, diese Situationen, in denen der Partner durch sein Verhalten plötzlich jegliche Attraktivität einbüßt, das ergab eine repräsentative Umfrage unter 2400 Partnersuchenden des Online.-Dating-Portals Parship.

Für die Mehrheit der befragten Singles (58 Prozent) wäre es ein absolutes No-Go, wenn der Partner die eigenen Hygiene vernachlässigen würde. Besonders Frauen (61 Prozent) finden ungeputzte Zähne und intensiven Schweißgeruch beim anderen Geschlecht abstoßend. Aber auch für die Männer wäre eine müffelnde Lebensgefährtin der Liebeskiller Nummer eins (54 Prozent).

Doch nicht nur unangenehme Körpergerüche stoßen auf wenig Gegenliebe: Etwa ein Drittel der Befragten (31 Prozent) findet es abturnend, wenn der Partner sich betrinkt und dann daneben benimmt.

Fast genauso wichtig ist Singles, was der Partner drunter trägt: Kommt unter der Kleidung kaputte oder schmutzige Unterwäsche zum Vorschein, finden das 29 Prozent der Befragten alles andere als sexy.

Im Beisein des Anderen in der Nase zu popeln (24 Prozent) oder zu pupsen (21 Prozent) gehören ebenfalls zu den Top-5-Liebeskillern in Sachen Verhaltensweisen. Bei offener Tür auf Toilette zu gehen oder das WC aufzusuchen, während der andere im Raum ist, schmälert bei 17 beziehungsweise 14 Prozent der Befragten die Liebeslust.

Entspannter zeigen sich die Partnersuchenden beim Klatsch über den oder die Ex: Lediglich 12 Prozent der Befragten empfinden es als unangenehm, wenn der Partner über den oder die Verflossene spricht. Bei den 18- bis 29-Jährigen sieht immerhin fast jeder Fünfte Geschichten des Vorgängers als Liebeskiller (19 Prozent).

Auch unkontrolliertes Aufstoßen landet mit 11 Prozent eher auf den hinteren Plätzen der Tabu-Verhaltensweisen.

Als überhaupt nicht unangenehm empfinden es Singles, sich im Gammeloutfit vor dem Partner zu zeigen (5 Prozent). Ebenso eine Intimrasur im Beisein des anderen ist für die Mehrheit der Singles kein Tabu (6 Prozent).

Paarberater Eric Hegmann meint: „Manche Verhaltensweisen sind Gift für eine Beziehung. Welche das sind, muss jeder individuell für sich herausfinden. Ob mangelnde Hygiene oder unkontrollierte Körpergeräusche: Oft geht es weniger um das Verhalten an sich, sondern vielmehr um das, wofür es steht, nämlich mangelnden Respekt oder fehlende Intimsphäre.“ Wer dem Partner signalisiere, sich für ihn keine Mühe zu geben, der sage damit auch, dass er nicht (mehr) in die Beziehung investiere. Mittel- und langfristig benötige aber eine Beziehung Einsatz und Einfühlungsvermögen.

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