Fest der Liebe : Stresstest für die Beziehung

Schöne Bescherung: Auch die immergleichen Geschenke können die Festtagsstimmung trüben.
Schöne Bescherung: Auch die immergleichen Geschenke können die Festtagsstimmung trüben.

So vermeiden Paare Zoff an Weihnachten.

svz.de von
07. November 2015, 08:00 Uhr

Vom Glühwein bis zum Adventskranz: Weihnachten lebt von seinen Traditionen. Doch nicht jeder verbindet mit dem Fest die gleichen Rituale. Für Paare kann das heikel werden – denn möglicherweise will der Partner ganz anders feiern. Doch das muss keinen Streit geben.

An Weihnachten gibt es Truthahn und eine Fichtentanne. Warum? Weil es schon immer so war – natürlich. Der Partner hingegen kennt Weihnachten nur mit Kartoffelsalat, Würstchen und Kunstbaum. Dann ist der Zoff mitunter schon programmiert. „Rund ums Fest verhalten wir uns wie Kinder“, erklärt der Wiener Beziehungscoach Dominik Borde (Foto).

Denn jeder möchte Weihnachten feiern, wie er es als Kind und Jugendlicher zu Hause gefeiert hat. Dabei merken viele gar nicht, dass sie damit den Partner vor den Kopf stoßen, der das Fest ganz anders kennt.

Beim Feiern flexibel sein

Borde schlägt vor, sich jedes Jahr abzuwechseln. Das eine Jahr wird so gefeiert, das nächste anders. Wichtig ist, rechtzeitig über die unterschiedlichen Weihnachstvorstellungen zu sprechen. „So kann man sich schon mal darauf einstimmen, dass der Partner eine ganz andere Vorstellung vom Fest hat.“

Oft sind aber auch die Eltern sauer, wenn das eigene Kind an Heiligabend nicht vorbeikommt, sondern bei den Schwiegereltern feiert. Haben Paare Kinder, sollte das Fest immer am Wohnort der Kinder gefeiert werden, rät Borde. So kommt es erst gar nicht zum Konflikt mit den Eltern oder mit dem Partner, wo das Fest gefeiert wird. Entweder die Eltern kommen dann an Heiligabend zu Besuch, oder man sieht sich im Laufe der Feiertage.

Zur Not ohne den anderen

Besteht in der Beziehung jeder auf „sein“ Weihnachten, sollten Paare ruhig mutig sein und das Fest getrennt verbringen. „Man muss nicht alles gemeinsam machen“, sagt Borde.

Schöner ist es dann natürlich, wenn beide einen Kompromiss finden und möglicherweise eine ganz neue Festtags-Tradition entsteht. Doch im Endeffekt sollten Paare Weihnachten auch nicht überbewerten. Schließlich gibt es noch andere Feiertage. „Man muss es nicht größer machen, als es ist.“

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