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Sieben Minuten – sieben Kandidaten : Schnellrunden erobern Single-Markt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Immer mehr Portale bieten Singles Speed-Dating an.

Eigentlich weiß man ja schon nach den ersten Minuten, ob „der Deckel passt“, oder nicht. Trotzdem muss ein altmodisches Rendezvous mühsam über die Bühne gebracht werden. Die modernere Form des Kennenlernens geht da etwas sparsamer mit der Zeit um: Beim Speed-Dating beschnuppert man sich nur sieben Minuten lang. Dann wird zum nächsten Kandidaten weitergezogen. Diese Form des unkomplizierten Kennenlernens wurde – wo sonst – in den USA erfunden, wo „time“ offenbar „money“ ist. Das Tempo-Stelldichein wurde 1998 in Kalifornien ins Leben gerufen. Ursprünglich wurde es von dem Urheber Rabbi Yaacov Deyo, ein Mitglied der orthodox-jüdischen Organisation Aish HaTorah, gegründet, um alleinstehende Juden schneller und effizienter zusammen zu bringen (damit die Zahl der jüdischen Ehen steigt). Wenig später folgten bereits Speed-Dating Events, die kommerziell ausgerichtet waren, wo maximal zehn Personen pro Geschlecht teilnehmen konnten. In Deutschland hat sich das Speed-Dating in den letzten Jahren etabliert. Inzwischen wird das Verfahren sogar in der Wirtschaft genutzt, um Bewerber in wenigen Minuten kennenzulernen und ihnen nach dem ersten Eindruck einen Platz im Unternehmen anzubieten. Dabei wichtig zu wissen: Das menschliche Gehirn entscheidet anhand von Äußerlichkeiten und innerhalb von 39 Millisekunden, ob ein potenzieller Partner taugt oder nicht. Weiterer Vorteil dieser Kurztreffen mit Andersgeschlechtlichen: Man kann unbefangen mit Singles ins Gespräch kommen. Peinliche Drei-Stunden-Dates, aus denen man sich mühsam herauswinden muss, gehören somit der Vergangenheit an. Und es kann sofort ein neuer Anlauf mit einem anderen Single gestartet werden. Also googeln – dann muss es doch klappen.

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