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Verschiedene Städte : Schmachten auf Distanz gerade am Valentinstag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fernbeziehungen sind für Paare eine Herausforderung.

Das Essen duftet, die Rosen stehen auf dem fein gedeckten Tisch – fehlt nur noch der Partner für einen perfekten Valentinstag. Laptop auf, Kamera an: Da ist er ja schon. „Führen Paare eine Fernbeziehung, müssen sie am Tag der Liebenden kreativ werden“, erklärt Nina Deißler, Flirtcoach und Autorin aus Hamburg.

Wenn der Partner in einer anderen Stadt oder gar in einem anderem Land wohnt, kann aus dem romantischen Candlelight-Dinner einfach ein gemeinsames Essen per Videotelefonie werden.

Deißler rät Paaren in einer Fernbeziehung, sich am Valentinstag für das Dinner zu verabreden – ganz so, als wäre man am gleichen Ort.

Beide kochen etwas Leckeres und decken den Tisch zu einer vereinbarten Uhrzeit ein. Dann stellen sie den Laptop jeweils auf den Platz des Partners und starten den Videochat. „Sie schaffen eine Illusion und fühlen sich so an diesem Tag weniger allein“, sagt Deißler.

Doch nicht immer ist das möglich - etwa, wenn Paare in verschiedenen Zeitzonen leben. Während der eine bereits tief schläft, kommt der andere erst aus dem Büro. Dann muss eine andere Lösung her, um den Valentinstag dennoch zu etwas Besonderem zu machen. Eine Möglichkeit ist es, Blumen zu verschicken. Das ist zwar wenig kreativ, aber es geht auch mit Überraschungseffekt: Der Partner sollte die Blumen nicht nach Hause, sondern an den Arbeitsplatz schicken. „Dann kann man den geballten Neid der Kollegen genießen“, sagt Deißler.

Viel persönlicher als ein Strauß Rosen ist allerdings ein Geschenk, findet Deißler. Das kann etwas mit dem Hobby des Partners zu tun haben, oder ein Foto eines gemeinsamen Moments sein. Geschenke am Valentinstag sind allerdings nicht dazu da, bereits länger bestehende Beziehungsprobleme zu kitten. „Auf Teufel komm heraus etwas Teures zu schenken, ist keine gute Idee.“ Manch einer ist gerade am Valentinstag besonders traurig darüber, dass der Partner so weit entfernt ist. Dann ist es wichtig, sich bei Laune zu halten und positiv zu bleiben. Deißler rät, am Valentinstag anderen eine Freude zu machen. Wer am Fahrkartenautomat Geld für ein zweites Ticket für den Nächsten einwirft oder dem Hintermann in der Kantinenschlange den Kaffee spendiert, kann das Glück anderer genießen. „Gerade an einem Tag, an dem es einem nicht gut geht, kann das helfen.“ Wer die Distanz gar nicht aushält und einen Überraschungsbesuch am Valentinstag plant, sollte aufpassen: Vielleicht ist der Partner so im Arbeitsstress, dass er mit Besuch nicht viel anfangen kann. „Und wenn der andere sowieso nichts vom Valentinstag hält, sollte man es besser lassen“, findet Deißler. Wer trotzdem einen Besuch plant, sollte einige Vorkehrungen treffen. Am besten ist es, sich etwa mit dem Partner zum Schein zum virtuellen Essen zu verabreden. Denn so ist sichergestellt, dass der Partner am Abend überhaupt Zeit hat.

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