zur Navigation springen

Dating : Romanze im Urlaub: Erst Lust, dann Frust?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sommer, Sonne und Strand statt stressiger Alltag – oft fällt dann das Verlieben leichter. Doch welche Zukunftschancen hat ein Urlaubsflirt überhaupt?

Herzklopfen fern der Heimat – viele kennen das: Im Urlaub lernen sie einen netten Typen kennen oder verlieben sich in eine tolle Frau. Ein Happy-End ist dabei aber keineswegs garantiert. Das Problem liegt auf der Hand: Nach ein paar aufregenden Tagen kommt die Trennung viel zu früh.

Flirts in den Ferien und Liebe im Urlaub sind beides auf einmal: schön, solange sie dauern, und schmerzvoll bei der Trennung. Befreit vom Stress bei der Arbeit und fern des Alltags fällt es leichter, sich zu verlieben. „Die neue Umgebung ist reizvoll, alles ist etwas freier und man spürt die Grenzen des Alltags nicht so“, sagt Sozialpädagogin Ute Wiese-Hast aus Göttingen.

Bei einigen ist von Anfang an klar: Der Urlaubsflirt dauert zwischen sieben und 14 Tagen, eben so lange wie der Urlaub. Andere träumen beim Sonnenbaden am Pool schon von der gemeinsamen Zukunft. Für sie stellt sich nach dem Urlaub die Frage: Wie geht es jetzt weiter? Schließlich müsste es großer Zufall sein, dass der oder die Angebetete in der gleichen Stadt wohnt. Oftmals trennen die Frischverliebten dagegen hunderte Kilometer und damit einige Stunden Autofahrt. Die räumliche Entfernung macht vielen zu schaffen, die sich im Urlaub verlieben. Und: Anrufe und Mails sind einfach nicht dasselbe wie persönliche Begegnungen.

Spätestens nach einigen Wochen sollte man den Urlaubsflirt dann wieder treffen – und herausfinden, ob man es auch im Alltag miteinander aushält. Hilfreich ist es, die neue Liebe seinen Freunden vorzustellen, da sie Vor- und Nachteile objektiv beurteilen können.

Gehen die Verliebten tatsächlich eine Fernbeziehung ein, brauchen sie eine gemeinsame Perspektive. Schließlich geht es nicht nur darum, sich an Wochenenden gegenseitig zu besuchen. Gerade bei einer Urlaubsliebe ist entscheidend, ob langfristig überhaupt die Chance besteht, zusammenzuziehen und ein konventionelles Paar zu werden. Das hängt vor allem vom Verbindlichkeitswunsch der Partner ab.

Klar ist: Wer sich für eine Fernbeziehung entscheidet, sollte vertrauen können. Denn ein Doppelleben des Partners ist jederzeit möglich. Wer besonders zu Eifersucht neigt, ist wenig fernbeziehungsgeeignet. Außerdem sollte man den Anderen mithilfe von Telefonieren oder Skypen möglichst viel an Alltagserlebnissen teilhaben lassen und über Erwartungen an die Treffen sprechen: Sonst ist man sich beim Wiedersehen fremd.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen