zur Navigation springen
Liebe, Flirt und Partnerschaft

20. November 2017 | 01:33 Uhr

Umfrage : Nur jeder zweite Single ist gern allein

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Mehrheit der Alleinstehenden wünscht sich idealerweise nur eine einzige, lebenslange Partnerschaft.

Sind sie alle beziehungsunfähig – oder doch wahre Romantiker? Singles in Deutschland sind vielen Vorurteilen ausgesetzt. Die internet-repräsentative ElitePartner-Studie 2017 gibt Aufschluss, wie sie wirklich ticken. So stoßen viele Singles auf Unverbindlichkeit beim Dating – glauben aber nicht, dass es an ihnen selbst liegt. Mit ihrem Solo-Status zufrieden sind nur 54 Prozent der Singles – wobei Männer deutlich unzufriedener sind als Frauen.

So ticken Singles in Deutschland

>90 Prozent ist es wichtig, dass ein potenzieller Partner intelligent ist.
>85 Prozent wäre in einer Beziehung ausreichend Freiraum wichtig.
>61 Prozent begegnen häufig Männern oder Frauen, die sich nicht festlegen wollen.
>60 Prozent möchten idealerweise nur eine lebenslange Partnerschaft.
>54 Prozent sind mit ihrem Single-Leben zufrieden.
>46 Prozent würden einem Partner zuliebe in eine andere Stadt ziehen.
>42 Prozent suchen online einen Partner.
>39 Prozent haben einen Kinderwunsch.
>33 Prozent finden leichter eine Affäre als eine Beziehung.
>30 Prozent fällt es schwer, sich auf einen Partner festzulegen.



Die Sehnsucht nach ewiger Liebe ist groß

Von wegen serielle Monogamie: Der Wunsch nach ewiger Liebe ist bei Singles in Deutschland ausgeprägt – das zeigt die Studie. Die Mehrheit der Alleinstehenden (60 Prozent) wünscht sich idealerweise nur eine einzige, lebenslange Partnerschaft nach dem sogenannten AMEFI-Prinzip („Alles mit einem für immer“).

Und auch ein Sinn für Familie ist unter den Singles nicht selten. Für 39 Prozent gehört es zu den wichtigsten Bedürfnissen in einer Partnerschaft, gemeinsam irgendwann Kinder zu bekommen. Bei den unter 30-Jährigen sehen das sogar 56 Prozent so.

Beziehungsunfähig sind immer die anderen

Trotzdem ist Unverbindlichkeit für Singles von heute ein großes Thema. 61 Prozent geben an, häufig Männern oder Frauen zu begegnen, die sich nicht festlegen wollen. Ein Drittel glaubt sogar, leicht einen Partner für eine Affäre zu finden, nicht aber für eine Beziehung.

Wechselt man jedoch die Perspektive, dann will es keiner gewesen sein: Denn nur 30 Prozent der befragten Singles sagen, dass sie selbst sich nur schwer auf einen einzigen Menschen festlegen können.

Insgesamt sind nur 54 Prozent, also gut die Hälfte aller deutschen Singles, zufrieden mit ihrem Single-Status. Single-Frauen (61 Prozent) allerdings deutlich mehr als Männer (48 Prozent).

Das wundert Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner nicht. „Frauen haben die höhere Single- Kompetenz, das beobachten wir in unseren Studien seit Jahren. Sie sind exzellente Managerinnen ihrer emotionalen Balance, investieren in private Netzwerke und freundschaftliche Beziehungen. Dadurch sind sie auch als Singles glücklicher. Männer dagegen sind emotional stärker auf eine Partnerschaft angewiesen.“

Frauen kommen alleine besser klar

Die Studienergebnisse zeigen auch, dass Frauen zudem bereiter sind, sich zu trennen, wenn eine Beziehung sie nicht mehr glücklich macht (58 Prozent der liierten Frauen und 50 Prozent der liierten Männer). Sie stellen damit ihre Lebenszufriedenheit über die Angst vor der Einsamkeit – während die Hälfte der vergebenen Männer lieber unglücklich ist, als allein. Frühere ElitePartner-Studien hatten bereits gezeigt, dass Frauen eine deutlich höhere Single-Kompetenz haben und besser mit dem Alleinsein zurechtkommen, es oft sogar genießen. Ein Faktor, der dazu beiträgt: Frauen investieren schon während einer Beziehung mehr in ihre Hobbys als Männer: 46 Prozent der liierten Frauen gaben an, dass sie viel Zeit für ihre Interessen brauchen, aber nur 41 Prozent der liierten Männer. So fällt es ihnen leichter, ihr Leben auch nach einer Trennung weiterhin aktiv zu gestalten.

Eigenständige Typen sind gefragt

Dass das Thema „Zeit für mich“ eine solche Rolle für sie spielt, wissen Frauen auch schon vor dem Beginn einer Beziehung: 90 Prozent der Single-Frauen geben an, dass ausreichend Freiraum und Zeit für sich selbst zu den Bedürfnissen gehören, die ihnen in einer Partnerschaft besonders wichtig sind – gegenüber 82 Prozent der Single-Männer. Und nicht nur das: Single-Frauen beziehen ihr Bedürfnis nach Freiraum sogar aktiv in die Partnersuche ein. 81 Prozent der Single-Frauen ist es besonders wichtig, dass ein potenzieller Partner unabhängig und eigenständig ist. Dagegen achten nur 71 Prozent der Single-Männer besonders auf diese Charaktereigenschaft.

Die Zeiten, in denen Frauen als anhänglicher Part in einer Beziehung galten, sind vorbei. Denn Männer brauchen Beziehungen mehr als Frauen – und geben das sogar offen zu. 71 Prozent der liierten Männer geben an, sich ohne ihre Partnerin nicht komplett zu fühlen. Bei den liierten Frauen geht es nur 64 Prozent so. Und: 82 Prozent der Männer möchten unbedingt zusammenziehen. Dagegen würden sich ein knappes Viertel der Frauen auch in getrennten Wohnungen wohlfühlen (24 Prozent).

Immerhin: Mit ihrem Leben insgesamt sind dann doch mehr als zwei Drittel der Singles in Deutschland (69 Prozent) zufrieden. Bei den Liierten sind es allerdings 84 Prozent.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen