Partnerwahl : Liebesglück nur mit Mamas Segen?

Verliebte halten nicht umsonst Händchen. Die Berührung schweißt sie zusammen. Sie festigt die Beziehung.
Verliebte halten nicht umsonst Händchen. Die Berührung schweißt sie zusammen. Sie festigt die Beziehung.

Eltern beeinflussen die Partnerwahl ihrer erwachsenen Kinder – vor allem Mütter spielen dabei eine wichtige Rolle.

svz.de von
19. Mai 2018, 16:00 Uhr

Spätestens mit 18 können wir zwar alle tun und lassen, was wir wollen, aber ausgerechnet bei der Partnersuche legen viele Menschen großen Wert auf die Meinung ihrer Mütter. In einer Online-Umfrage hörte sich die Partnervermittlung Parship bei 2330 ihrer Mitglieder um. Die Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 69 Jahren gaben Auskunft darüber, inwiefern ihre Eltern bei der Partnerwahl die Finger im Spiel haben.

1. Mütter sollen den neuen Partner mögen

Mamas Meinung zählt: Insgesamt ist es mehr als jedem dritten Alleinstehenden (36 Prozent) wichtig, dass die Mutter den neuen Partner bzw. die neue Partnerin sympathisch findet. Das hat eine Dabei legen Frauen (41 Prozent) mehr Wert auf Mamas Urteil als Männer (31 Prozent). Unter den 18- bis 29-Jährigen wünschen sich fast 60 Prozent, dass die Mutter den neuen Partner mag. Mit zunehmendem Alter nimmt der Wunsch nach Mamas Zustimmung aber ab: Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es nur noch 37 Prozent der Befragten, die darauf Wert legen.

2. Mütter können nicht immer gut einschätzen, wer zu einem passt

Mütter haben (fast) immer Recht, so der Glaube. Trotzdem sind Singles eher skeptisch, ob die Mutter wirklich beurteilen kann, wer gut zu ihnen passt. So bescheinigen lediglich 20 Prozent der Befragten ihrer Mutter einen guten Riecher, was die Beurteilung eines potenziellen Partners betrifft. Knapp ein Drittel (31 Prozent) glaubt, dass Mama die Liebes-Kompatibilität nicht richtig einschätzen kann.

3. Mamas Meinung zählt oft bei der Partnerwahl

Die meisten befragten Singles lassen sich in ihrem Handeln, auch in Liebesdingen, eher nicht von der Meinung ihrer Eltern beeinflussen (58 Prozent). 37 Prozent geben dennoch an, sich von ihnen beeinflussen zu lassen. Generell fällt auf: Je älter die Befragten sind, desto weniger zählt die Meinung der „Frau Mama“.

„Sobald Eltern Einfluss auf die Partnerwahl ihrer Kinder nehmen wollen oder ihnen die Liebe sogar ausreden möchten, gefährden sie ihre Beziehung zu eben jenen“, sagt Paarberater Eric Hegmann. „Oder sie verleiten sogar zum Trotz, sodass Tochter oder Sohn an Beziehungen festhalten, die sie selbst nicht als optimal empfinden.“

4. Das Wort des Vaters wiegt weniger

Auffällig: Nicht nur bei der Partnerwahl orientieren sich die Deutschen an ihren Eltern: Fast 40 Prozent der Befragten geben an, sich bei wichtigen Entscheidungen von Mutter und Vater beeinflussen zu lassen. Für mehr als die Hälfte (52 Prozent) dieser Befragten zählt die Meinung von Mama und Papa gleich viel. Allerdings geben 35 Prozent an, dass die Ansichten der Mutter mehr Einfluss auf ihn oder sie haben. Für lediglich 14 Prozent der Befragten ist die Meinung des Vaters wichtiger.

5. Mama und Papa sind Liebesvorbilder

Eltern sind in vielerlei Hinsicht ein Vorbild – auch in Beziehungsdingen. Unabhängig davon, ob sie in glücklichen oder unglücklichen Beziehungen leben, fühlen sich 44 Prozent der Kinder vom Liebesleben der Eltern positiv beeinflusst. 16 Prozent der Deutschen geben an, dass sich das Beziehungsleben der Eltern eher negativ auf das eigene Liebesleben auswirkt. Führen sie eine glückliche Partnerschaft, hat dies sogar einen deutlich größeren positiven Einfluss auf das eigene Beziehungsleben (63 Prozent). Rund die Hälfte der Kinder mit Eltern in unglücklicher Partnerschaft, häufig wechselnden Partnern oder Single-Eltern geben an, dass sich dies negativ auf ihre Beziehungen auswirke (48 Prozent). Gerade mal 16 Prozent meinen, gar nicht davon beeinflusst zu werden.

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