Selfies für Online-Dating : Lieber ungewöhnlich als perfekt

Aus dieser Perspektive wirken Frauen besonders schön.
Aus dieser Perspektive wirken Frauen besonders schön.

Der erste Eindruck ist der wichtigste: So gelingt das perfekte Profilbild für die Online-Partnersuche.

svz.de von
10. Februar 2018, 16:00 Uhr

Beim Online-Dating ist das Profilbild das Aushängeschild. Aber wie kommt man am besten rüber? Welche Möglichkeiten und No-Gos gibt es?

Selfies können funktionieren, sind aber kein Garant für ein gutes Profilfoto. In den meisten Fällen sind solche Selfies zwar gut gemeint, aber schlecht umgesetzt. Die Fotos wirken oft gekünstelt – spontanes Auftreten lässt sich nun mal nur schwer planen. Zudem lassen Selfies einen nicht automatisch vorteilhaft aussehen. Die Perspektive von oben lässt vielleicht ein Doppelkinn verschwinden – dafür könnten Augenringe durch die harten Schatten in den Fokus gerückt werden.

Spiegel-Selfies heben sich inzwischen kaum noch von der Masse ab. Wichtig dabei ist erst einmal, auf den Hintergrund zu achten. Ein Berg Schmutzwäsche im Bad oder der unaufgeräumte Esstisch machen keinen besonders engagierten Eindruck. Weitere Details, auf die geachtet werden sollte: gepflegte Hände, sauberer Spiegel, unverdecktes Gesicht und ein möglichst unverkrampfter Gesichtsausdruck. Im Vergleich zum Selbstporträt mit der Frontkamera des Smartphones haben Spiegelselfies allerdings den Vorteil, dass sich so der ganze Körper einfangen lässt.

„Die bessere Option ist aber, einen Freund zu fragen, der einen fotografiert“, sagt Celia Schweyer vom Vergleichsportal „Zu-zweit.de“. Bei einer ungezwungenen, privaten Foto-Session braucht sich niemand zu verstellen. So können echte Schnappschüsse entstehen, die spontan, natürlich und unverfälscht rüberkommen – Fotos eben, die auf Partnerbörsen und Dating-Apps die richtigen Fische anlocken. Denn ein Foto, das einem selbst am nächsten kommt, sendet die richtigen Signale aus. Darauf reagieren dann auch eher Singles, die wirklich mit einem harmonieren.

Flirtcoach Horst Wenzel empfiehlt außergewöhnliche Fotos, aus denen sich Gesprächsthemen ergeben. „Viele versuchen, sich beim Online-Dating perfekt darzustellen“, sagte er. „Perfekt ist fürs Flirten aber nicht perfekt.“

Besser seien Bilder, die zeigen, dass man sich selbst nicht so ernst nimmt. „Je witziger ein Bild ist, umso mehr Gesprächsstoff gibt es. Im Zweifel also lieber ein Hingucker.“ Wer sich sportlich zeigen will, könne sich von Freunden zum Beispiel beim Wandern oder an einer Kletterwand ablichten lassen – statt im Fitnessstudio ein Spiegelselfie zu schießen. „Das wirkt viel sympathischer.“

Und was gibt es sonst zu beachten? Grundsätzlich gilt: Je aktueller, desto besser. Sich mit einem zehn Jahre alten Foto frischer und knackiger verkaufen zu wollen, bringt nur Probleme mit sich – spätestens beim ersten Treffen mit der neuen Flamme.

Schlecht sind unscharfe oder dunkle Fotos. Wieso sollte sich jemand bitteschön die Mühe machen, Sie auf einem verwackelten oder unterbelichteten Foto zu suchen?

Tiere gehen immer: Ein Foto neben einem zerknautschten Mops oder einem imposanten Irischen Wolfshund macht ordentlich was her. Aber auch nur für Singles, die mit den Vierbeinern auch etwas anfangen können. Wer Angst vor Hunden hat, sollte lieber die Finger davon lassen: Sobald sich eine begeisterte Collie-Züchterin meldet oder eine Nachricht von „zwergpinscher123“ kommt, wird man das Foto wahrscheinlich bereuen.

Gruppenfotos sind tabu. Sie bergen nämlich zwei Gefahren: Erstens verwirren sie den Betrachter, der andere Fotos sehen muss, um zu recherchieren, um wen es überhaupt genau geht.

Und zweitens könnte es passieren, dass eine Freundin oder ein Kumpel als attraktiver bewertet werden als man selbst – und unnötige Konkurrenz sollte doch dringend vermieden werden.

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