Verbindlichkeit in der Beziehung : Hund, Hochzeit, Haus

Zusammenziehen – die meisten Paare tun es in den ersten zwei Jahren der Beziehung.
Zusammenziehen – die meisten Paare tun es in den ersten zwei Jahren der Beziehung.

Deutsche Paare mögen es verbindlich, zeigt eine aktuelle Studie

svz.de von
12. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Feste mit der Familie des Partners feiern, heiraten oder Kinder bekommen: Mit jedem „großen“ Schritt in einer Beziehung geht man eine Verbindlichkeit mit dem Partner ein. Den Deutschen sind diese Verpflichtungen in einer Beziehung wichtig bis sehr wichtig (89 Prozent). Vor allem Frauen (91 Prozent, Männer: 86 Prozent) legen Wert darauf, eine verbindliche Partnerschaft aufzubauen und gemeinsam mit dem anderen die nächsten großen Schritte in der Beziehung zu wagen. Das zeigt eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship.

Familienfeiern und gemeinsame Urlaube

 „Ich liebe dich“ – diese drei Worte zählen zu den ersten großen Meilensteinen in einer Beziehung. Die Mehrheit der Deutschen (77 Prozent) würde diesen Schritt innerhalb der ersten sechs Monate gehen und dem Partner eine Liebeserklärung machen. Auch der erste gemeinsame Urlaub (54 Prozent) und das gemeinsame Erscheinen bei Familienfeiern als Paar (53 Prozent) stehen bei rund jedem zweiten Deutschen im ersten Beziehungshalbjahr an.

Sind die ersten Beziehungsschritte gemeistert, folgt bei mehr als der Hälfte der Befragten in den ersten ein bis zwei Jahren das Zusammenziehen mit dem Partner (53 Prozent). Knapp ein Drittel (30 Prozent) würde sich in dieser Zeit auch die Verantwortung für ein gemeinsames Haustier zutrauen.

Familienplanung für Fortgeschrittene

Getreu dem Motto „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ geht die Mehrheit der Deutschen große Verbindlichkeiten wie Haus, Ehe und Kinder erst nach einer längeren Beziehung ein. Vor allem das dritte bis sechste Beziehungsjahr wird als idealer Zeitpunkt zum Heiraten (44 Prozent), Kinder bekommen (43 Prozent) und für den Haus-/Wohnungskauf (43 Prozent) angesehen. 19 Prozent der Deutschen würden sogar noch einige Jahre länger mit gemeinsamem Eigentum warten – und erst nach sieben bis zehn Jahren Beziehung ein Haus oder eine Wohnung erwerben. Weniger zögerlich sind die Deutschen dagegen beim Heiraten: Jeder vierte Deutsche (24 Prozent) würde auch bereits nach zwölf bis 24 glücklichen Monaten vor den Traualtar treten. Für jeden fünften Deutschen (22 Prozent) ist auch das Thema Familienplanung in diesem Zeitraum nicht ausgeschlossen.

Zögerliches „Wir“ bei Finanzen

Gemeinsam größere Investitionen wie den Kauf eines Autos oder teurer Möbelstücke tätigen, ist für die Mehrheit der Deutschen ebenfalls ein Schritt, zu dem sie in den ersten Beziehungsjahren bereit sind (47 Prozent). Mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) lassen hingegen beim Thema Geld lieber Vorsicht walten – sie würden erst zu einem späteren Zeitpunkt der Beziehung größeren gemeinsamen Investitionen zustimmen. Das gilt auch für die Entscheidung über ein gemeinsames Konto: 27 Prozent würden Finanzen erst dann ganz oder teilweise bündeln, wenn sie drei bis sechs Jahre zusammen sind. Für ein Drittel der Befragten kommt ein gemeinsames Konto mit dem Partner generell nicht in Frage (33 Prozent).

Parship-Single-Coach Markus Ernst meint: „Eine Beziehung lebt von gemeinsamen Schritten und damit verbundenen Verpflichtungen. Schon mit dem ersten ‚Ich liebe dich‘ geht man dem Partner gegenüber eine gewisse Verbindlichkeit ein. Große Themen, wie zum Beispiel das Planen einer Familie, haben natürlich nochmal eine ganz andere Dimension und Auswirkung auf die Partnerschaft. Aber ganz egal, ob es sich um große oder kleine gemeinsame Entscheidungen handelt – wichtig ist, dass beide Partner bereit für diese Schritte sind und die Beziehung dadurch gefestigt wird und wachsen kann.“
 

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