Liebe & Arbeit : Flirten auf der Weihnachtsfeier

Gegen ein oder zwei Gläschen ist nichts einzuwenden – doch man sollte seine Sinne beisammen halten.
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Gegen ein oder zwei Gläschen ist nichts einzuwenden – doch man sollte seine Sinne beisammen halten.

Ein Fest im Betrieb kann ideal sein, um Kollegen näher kennen zu lernen – wer aber über die Stränge schlägt, blamiert sich schnell.

svz.de von
09. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Alle Jahre wieder: Die Stimmung auf der Weihnachtsfeier kocht. Auf der Tanzfläche geht der Buchhalter in Vollkontakt zu den Kolleginnen, die Sekretärin sitzt nach dem dritten Glühwein auf dem Schoß des Vertriebsleiters. Und der Minirock der jungen Sachbearbeiterin aus dem Controlling ist ohnehin der Hingucker des Abends. Eine Feier im Betrieb kann die ideale Gelegenheit sein, um dem Kollegen, den man immer schon interessant fand, näher zu kommen. Zwischen Plätzchen und Glühwein steht immerhin knapp jeder zweite Single (46 Prozent) einem kleinen Flirt offen gegenüber. Aber Achtung! Wer zu sehr über die Stränge schlägt, dem drohen böse Überraschungen. Ein paar Tipps, wie die vermieden werden können:

Chancen nutzen

Jeder zweite Deutsche (51 Prozent) war schon einmal in einen Arbeitskollegen oder eine Arbeitskollegin verliebt, hat eine Umfrage der Partnerbörse Parship ergeben. Die meist lockere Atmosphäre auf der Weihnachtsfeier ist die optimale Gelegenheit, um zu plaudern und dem oder der Angebeteten näher zu kommen. Die Aussicht auf einen kleinen Flirt sollte man sich also nicht entgehen lassen. Der große Vorteil: Man hat direkt ein Gesprächsthema.

Der Tipp von Parship-Experte Eric Hegmann: „Beginnen Sie das Gespräch ruhig mit etwas Dienstlichem und wechseln Sie anschließend auf ein etwas privateres Thema.“

Grenzen einhalten

Für drei Viertel der Singles (76 Prozent) ist ein Flirt auf der Weihnachtsfeier grundsätzlich kein Tabu. Dennoch sollte man beachten, dass nicht jeder Single Lust auf ein Liebesabenteuer am Arbeitsplatz hat. Für 22 Prozent der Deutschen ist es sogar ein absolutes No-Go, mit einem Kollegen zu flirten.

„Ein erfolgreicher Flirt beginnt immer mit einer Einladung“, erklärt Parship-Coach Eric Hegmann. „Das kann ein Lächeln sein, ein langer, gehaltener Blick. Den Schwarm zu überrumpeln, endet dagegen immer in einer Zurückweisung und kann auch die Grenze zur Belästigung überschreiten.“

Alkohol nur in Maßen

Mit steigender Anzahl an Drinks wird die Stimmung lockerer und die Flirtbereitschaft wächst. Bei allem Spaß sollte man jedoch nicht vergessen, dass es sich um eine Firmenfeier handelt und man den Kollegen am nächsten Tag wieder professionell begegnen möchte. Gegen ein oder zwei Gläschen ist sicherlich nichts einzuwenden – aber man sollte stets Herr oder Frau seiner Sinne und Taten bleiben.

Der Chef bleibt tabu

Auf ein Techtelmechtel mit dem Chef haben die wenigsten Singles Lust. Nur einer unter 100 Singles hat nichts gegen ein unverbindliches Abenteuer mit dem Chef oder der Chefin. Auch Parship-Experte Eric Hegmann warnt vor einem Flirt mit dem Vorgesetzten auf der Weihnachtsfeier: „Lassen Sie besser die Finger von der Geschäftsleitung. Das sorgt für Tratsch bei den Kollegen und kann Ihren Ruf und Ihre Stellung in der Firma nachträglich schädigen.“

Flirten ja, Sex nein

Ein leicht anzügliches Gespräch und eine kleinere Schäkerei auf der Firmenfeier würden nur sechs Prozent der Singles als unangemessen betrachten. Was jedoch über der Hälfte der Alleinstehenden (57 Prozent) bitter aufstößt, ist ein One-Night-Stand. Auch Fummeln oder Schmusen hat für 52 Prozent der Singles nichts auf der Betriebsfeier verloren.

Flurfunk nicht vergessen

Ist der Chef nicht nach ein paar Glühweinen mit der Praktikantin hinter dem Weihnachtsbaum verschwunden und die Marketingleiterin hat doch unterm Mistelzweig rumgeknutscht? „Bei allem Spaß und ausgelassener Stimmung sollten Sie direkte Annäherungsversuche vor den Augen der Kollegen vermeiden. Ansonsten sind Sie am nächsten Morgen schnell Gesprächsthema Nummer eins“, sagt Hegmann.
 

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