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Partnerschaft : Drei mal 90 Sekunden sind genug – für eine glückliche Beziehung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

So pflegen Sie Ihre Beziehung in 270 Sekunden pro Tag.

Die wichtigsten Aspekte einer Partnerschaft lassen sich in drei Worte fassen: Verständnis, Verbundenheit, Intimität. Zu Beginn einer Beziehung hat man nur Augen für den Partner. Damit es so bleibt, hilft die 270-Sekunden-Regel...

Forscher der University of Virginia (USA) haben herausgefunden, dass schon drei mal 90 Sekunden am Tag reichen, um eine Beziehung harmonisch und stabil zu halten. Aber wie soll man diese 270 Sekunden am besten füllen?


Das Geheimnis:

Ungeteilte Aufmerksamkeit, Zuwendung und Anteilnahme für den Liebsten lautet das Rezept. Was zunächst nach wenig klingt, ist im realen Leben für viele Paare teilweise schwer umzusetzen: Ein stressiger Alltag, womöglich mit Überstunden und aktiven Kindern, lässt es mitunter unmöglich scheinen, dem Partner 270 Sekunden ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Damit es klappt, lohnt es sich, die kurzen Zeitspannen ganz bewusst in den Alltag einzuplanen: zum Beispiel vor der Arbeit 90 Sekunden, in der Mittagspause (etwa am Telefon oder beim gemeinsamen Mittagessen), nach der Arbeit oder vor dem Schlafengehen je 90 Sekunden.

Wie funktioniert „ungeteilte Aufmerksamkeit“?

Ein ernst gemeintes Kompliment, bei dem man sich tief in die Augen schaut, ein Liebesgeständnis, eine herzlich innige Umarmung, ein offenes Ohr für die Probleme des Partners, Interesse am Leben des anderen, Anerkennung für die Taten des Partners oder ein kurzes Gespräch über Gefühle (und Probleme) erschaffen Momente der ungeteilten Aufmerksamkeit.

Wichtig dabei:

Handy in der Tasche lassen und mit allen Sinnen nur beim Partner sein. Wie sieht er heute aus? Wie duftet sie? Wie fühlt sich seine Hand an? Wie schmecken ihre Lippen? Wie hört sich seine Stimme an (und was kann ich darin über sein Befinden heraushören)?

Wer auf diese Aspekte dreimal täglich á 90 Sekunden achtet, wird in Kürze feststellen, wie viel intimer diese sich summierenden Augenblicke die Beziehung werden lassen.

Offenheit

Wer sich dem Partner gegenüber öffnen und vertrauen kann, hat bessere Karten als jene, die ihre Gefühle unter Verschluss halten, weil sie Angst davor haben, verletzt zu werden.

Zusammenhalt

Der entsteht, wenn man seinen Partner bestätigt und sein Pensum auf dem Schirm hat. Es sind die kleinen Sätze, Gesten und einfachen Dinge, die dafür sorgen, dass der Partner sich gut aufgehoben fühlt. Beispielsweise, ihm schon morgens Hilfe anzubieten und ihn zu fragen, ob man ihm etwas abnehmen kann. Das vermittelt das Gefühl, am Alltag des anderen teilzunehmen und für seine Belange Verständnis zu haben.

Konfliktfähigkeit

Schließlich ist es die eigene psychische Robustheit, die darüber entscheidet, ob man mit Konflikten und Kritik positiv umgehen kann und sich nicht von dem Partner aus der Bahn werfen lässt.

Der renommierte Paarpsychologe Wolfgang Schmidbauer (72) bekannte kürzlich, dass für ihn persönlich das Maß an Kommunikations- und Kooperationswillen für die Qualität seiner Beziehung ausschlaggebend war: „Wenn ich beleidigt war oder dachte, ich bin an einer Grenze, dann ist meine Frau auf mich zugegangen – und umgekehrt.“

Für den größten Fehler hält der Beziehungsexperte das Grundmuster vieler Partnerschaften, sich gegenseitig mit Schuldzuweisungen zu überziehen, sobald einmal nicht alle Bedürfnisse erfüllt werden.

Besser sollte man auch mal Dinge aushalten, ohne gleich die Beziehung komplett infrage zu stellen. Es geht also um kleine Zugeständnisse in einer Partnerschaft – mit großer Wirkung. Womit wir wieder bei unseren 270 Sekunden wären. Eigentlich kostet es nicht viel, den anderen anzurufen, wenn man weiß, wie wichtig es für ihn ist. Oder ihm auf eine andere persönliche Art und Weise eine kleine Freude zu machen.

Was noch wichtig ist? Immer hübsch loben! Aus Marc Twains Feder stammt der Satz, er könne zwei Monate von einem netten Kompliment leben ...

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