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Liebe, Flirt und Partnerschaft

25. September 2017 | 06:34 Uhr

Studie : Die Liebe in Zeiten der Bundestagswahl

vom
Aus der Onlineredaktion

FDP-Wähler gehen fremd, Unions-Anhänger können nicht allein sein und Grüne brauchen Freiraum: Eine Studie enthüllt das erotische Leben deutscher Wähler.

Am 24. September ist Bundestagswahl. Der Ausgang wird nicht nur für die Politik richtungsweisend – auch für die Stimmung in deutschen Schlafzimmern spielt er eine Rolle. Denn 44 Prozent der Deutschen ist es wichtig, dass ihr Partner ihre politische Einstellung teilt. Was die Anhänger von CDU/CSU, Grünen & Co über die Liebe denken, wie sie Beziehungen führen und was ihnen an einem Partner wichtig ist, das zeigt die ElitePartner-Wählerstudie 2017.

CDU/CSU: Treu sein

Die Wähler von CDU/CSU haben in Liebesdingen die konservativste Haltung: mehr als andere Wähler wollen sie besonders fürsorgliche Partner (87 Prozent), mit denen sie zusammenwohnen (90 Prozent) und Kinder bekommen können (66 Prozent). Beim Heiratsantrag darf es ebenfalls gern traditionell sein: Mehr als andere Wähler wünschen sie sich diesen mit Verlobungsring (34 Prozent) und Kniefall (19 Prozent). Und das mit der Liebe meinen sie wirklich ernst, denn von allen Wählergruppen sind die Anhänger der Christdemokraten am treuesten. Nur 16 Prozent von ihnen sind in einer Beziehung schon einmal fremdgegangen.

SPD: Freunde sein

Für Sozialdemokraten liegen Liebe und Freundschaft näher zusammen als für andere Wähler: 85 Prozent suchen den besten Freund in ihrem Partner. Und 19 Prozent hatten schon einmal Sex mit einem Freund oder einer Freundin. Dafür rückt die Sexualität für diese Wählergruppe in den Hintergrund: Im Vergleich legen sie in einer Beziehung am wenigsten Wert auf Erotik und guten Sex (75 Prozent). Dafür sind sie bereit, ihrer Beziehung zuliebe für immer treu zu sein (73 Prozent). Nur eines würden sie ungern tun: für den Partner ihre Lebensgewohnheiten ändern (48 Prozent).

Grüne: Freiraum nötig

Bündnis90/Die Grünen-Wähler wollen vor allem selbstbewusste Partner (85 Prozent), die intellektuell auf Augenhöhe sind (53 Prozent wünschen sich einen Partner mit ähnlichem Bildungsabschluss). In Liebesangelegenheiten ist diese Wählergruppe eher liberal: Über die Hälfte wäre bereit, einen Seitensprung zu verzeihen und mehr als jeder Fünfte war selbst schon untreu (22 Prozent). Grüne-Wähler sind zudem offener für eine Paartherapie (59 Prozent), brauchen mehr Freiraum (für 59 Prozent ist starke Eifersucht ein Trennungsgrund) und sie sind am ehesten bereit, ihre Lebensgewohnheiten für den Partner zu ändern (62 Prozent). Nur das Äußere oder die Körperhygiene darf ein Partner nicht vernachlässigen, denn das wäre für die Mehrheit ein Trennungsgrund (62 Prozent).

FDP: Eher untreu

FDP-Wähler sind in einer Partnerschaft auf die Außenwirkung bedacht – hinter den Kulissen ist dagegen mehr erlaubt. Sie wünschen sich vor allem einen Partner, der gebildet ist (91 Prozent) und gut aussieht (74 Prozent). Beruflich darf es ebenfalls gern etwas prestigeträchtiger sein: So sind Juristinnen (34 Prozent) und Ingenieure (43 Prozent) sehr beliebt. Dafür nehmen es die Wähler der FDP mit der Treue nicht ganz so genau: Jeder vierte FDP-Anhänger hat schon einmal einen Partner betrogen. Diese Wählergruppe scheint Gelegenheiten zu nutzen, wenn sie sich ergeben: So hatten 19 Prozent schon einmal eine Affäre am Arbeitsplatz und 20 Prozent eine im Urlaub.
 

Die Linke: Lieber schlau

Die Linke-Wähler sind in Beziehungen die bodenständigen Intellektuellen. Ihnen ist Intelligenz bei der Partnerwahl von allen Wählergruppen am wichtigsten (94 Prozent) und sie legen großen Wert darauf, in einer Beziehung über tiefsinnige und intellektuelle Themen zu diskutieren (73 Prozent). Beruflich dürfen Partner gerne auch mal anpacken: etwa als Handwerker (48 Prozent) oder Handwerkerin (37 Prozent).

AfD: Lieber zum Ex

AfD-Wähler glauben an ihren eigenen Marktwert: 44 Prozent der liierten AfD-Wähler sind überzeugt, dass sie im Falle einer Trennung schnell wieder einen Partner finden. Dabei legen sie viel Wert auf die Optik: Von allen Wählergruppen ist ihnen am wichtigsten, dass der Partner optisch ihrem Typ entspricht (70 Prozent). Darüber hinaus spielt für die Anhänger der AfD das Liebesleben eine große Rolle: Erotik und guter Sex sind ihnen in einer Beziehung im Vergleich zu anderen Wählern sehr wichtig (84 Prozent).

 

 

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