Liebe : So wird ein Paar daraus

Spaß miteinander zu haben ist für die meisten Pärchen in spe das Wichtigste.
Spaß miteinander zu haben ist für die meisten Pärchen in spe das Wichtigste.

Wenn Zwei sich mögen, sind vor allem gemeinsamer Spaß, gute Gespräche und Harmonie ausschlaggebend dafür, ob es zu einer Beziehung kommt

von
03. November 2018, 16:00 Uhr

Was den perfekten Partner ausmacht, wird viel diskutiert. Aber selbst wenn auf dem Papier alles passt: Manchmal wird einfach keine Beziehung daraus. Eine Umfrage der Online-Partnervermittlung ElitePartner gibt Aufschluss darüber, warum. Mehr als 5700 erwachsene deutsche Internetnutzer gaben dabei an, welche Kriterien beim Kennenlernen entscheiden, ob sie mit jemandem eine Beziehung eingehen. Miteinander Spaß haben, gute Gespräche, Harmonie im Bett und eine passende Familienplanung stehen ganz oben auf der Liste. Aber auch die Intuition ist als Ratgeber mit von der Partie. Erstaunlich wenig Einfluss hat dagegen die Meinung der Freunde und Familie.


Spaß, gute Gespräche und Sex ebnen den Weg

zur Beziehung. Viele Singles scheinen sich und ihr Gegenüber beim Kennenlernen von außen zu beobachten: Funktionieren wir als Paar? Genieße ich die gemeinsame Zeit? Harmonieren wir auch im Bett? Neben der Intuition, die bei Frauen noch eine größere Rolle spielt (89 Prozent) als bei Männern (81 Prozent), haben diese Harmonie-Kriterien den größten Einfluss auf die Partnerwahl.

Neun von zehn Menschen in Deutschland achten bei der Entscheidung, ob sie mit jemandem eine Beziehung eingehen, darauf, ob sie Spaß miteinander haben. Ebenso vielen ist es wichtig, dass sie sich mit dem zukünftigen Partner gut unterhalten können. Für 70 Prozent spielt es darüber hinaus eine Rolle, ob ihnen der Sex gefällt. Sex ist damit nicht mehr nur ein Bestandteil partnerschaftlicher Zufriedenheit, sondern entscheidet für viele mit darüber, ob eine Partnerschaft überhaupt zustande kommt.

Die Checkliste: Kinderwunsch, Manieren, Attraktivität


Darüber hinaus gibt es für viele auch ganz pragmatische Kriterien, die das Gegenüber erfüllen muss, um für eine feste Partnerschaft infrage zu kommen. Für zwei Drittel der Frauen (67 Prozent) und gut die Hälfte der Männer (56 Prozent) spielt es eine wichtige Rolle, ob die Vorstellungen bezüglich Familienplanung und Kinderwunsch übereinstimmen. Insbesondere Frauen in ihren Dreißigern achten besonders darauf (77 Prozent).

Noch wichtiger sind aber Manieren und Umgangsformen: Für die überwiegende Mehrheit der Frauen (87 Prozent) ebenso wie für drei Viertel der Männer (76 Prozent) ist offenbar nur jemand für eine Beziehung interessant, der sich auch zu benehmen weiß.

Ganze sechs von zehn Menschen in Deutschland entscheiden darüber hinaus auch nach dem Aussehen. Und das gilt nicht nur für Jüngere: Gerade bei Männern bleibt Attraktivität auch jenseits der 50 für mehr als jeden Zweiten ein Kriterium, ob aus zwei Singles ein Paar wird.


Nicht zu unterschätzen: Gesellschaftliches Umfeld, Status und Beruf
 

Der Status spielt im Vergleich eine deutlich geringere Rolle. Doch immerhin noch etwa die Hälfte entscheidet auch danach, ob der mögliche Partner in das eigene gesellschaftliche Umfeld passt. Für Frauen ist dieses Kriterium etwas wichtiger (56 Prozent) als für Männer (45 Prozent).

Auch der Beruf ist für vier von zehn Frauen (41 Prozent) bei der Entscheidung für einen Partner von Relevanz, bei den Männern achtet nur jeder Vierte besonders darauf (25 Prozent). Ob der Partner einen gewissen Lebensstandard bietet, ist gut jeder dritten Frau (35 Prozent) und jedem fünften Mann (22 Prozent) bei der Abwägung, eine Beziehung einzugehen, wichtig.


Einsame Entscheidung: Nur jeder Dritte fragt Freunde und Familie


Erstaunlich ist, dass die meisten die Entscheidung für oder gegen einen Partner alleine treffen. Nur 35 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer ist die Meinung ihrer Freunde wichtig bei der Entscheidung, ob sie mit jemandem eine Beziehung eingehen. Was die beste Freundin oder der beste Freund zur neuen Liebe sagt, scheint vor allem für Jüngere relevant zu sein. Unter 30 ist immerhin für jede zweite Frau (48 Prozent) die Meinung der Freunde wichtig (Männer unter 30: 40 Prozent). Die Ansicht der Eltern wiegt noch geringer (34 Prozent der Frauen, 26 Prozent der Männer). Und ob die zukünftigen Schwiegereltern einen sympathischen Eindruck machen, ist nur für jeden Vierten ausschlaggebend (24 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer).


Der Kinderwunsch beeinflusst, wie sich Singles entscheiden


Wer einen Kinderwunsch hat, achtet auch bei der Entscheidung für oder gegen eine Beziehung stärker darauf, ob die Familienplanung zusammenpasst: So spielt für 78 Prozent der Single-Frauen und für 64 Prozent der Single-Männer mit Kinderwunsch die Familienplanung ihres Gegenübers eine Rolle. Bei den Singles ohne Kinderwunsch sind es nur 46 Prozent.

Darüber hinaus achten Single-Frauen mit Kinderwunsch stärker als ihr Pendant auf die Passung beim Sex (70 Prozent) und ins soziale Umfeld (63 Prozent) sowie auf die Attraktivität (71 Prozent). Auch der Beruf (46 Prozent), die Meinung von Freunden und Familie (50 bzw. 48 Prozent), die Sympathie für die Schwiegereltern (48 Prozent) und der Lebensstandard, den der potenzielle Partner bieten kann (36 Prozent), sind für die Entscheidung für oder gegen einen Mann deutlich wichtiger, wenn eine Single-Frau einen Kinderwunsch hat. Auch Single-Männer mit Kinderwunsch bewerten diese Kriterien als wichtiger im Vergleich zu Single-Männern ohne Kinderwunsch – allerdings ist der Unterschied weniger stark ausgeprägt als bei den Frauen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen