Bierbauch ja oder nein? : Zu viel Sport ist ein Beziehungskiller

Sport als Beziehungskiller: Wenn Training oder Fußballbegeisterung vorgehen.  Foto: dpa
Sport als Beziehungskiller: Wenn Training oder Fußballbegeisterung vorgehen. Foto: dpa

Jeder zweite Single wünscht sich einen Partner mit Grundfitness. Trotzdem: Der Sport sollte nicht Lebensmittelpunkt sein.

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05. Oktober 2019, 16:00 Uhr

Am Wochenende ins Stadion, jeden Morgen Jogging oder stundenlanges Fahrradfahren – für viele gehört Sport zum Alltag. Eine aktuelle Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship unter mehr als 2.800 Partnersuchenden zeigt jedoch, dass die Begeisterung für Sport mit Blick auf die Liebe nicht überhand nehmen sollte. Am meisten würde es die Befragten stören, wenn der (potenzielle) Partner ihnen Vorwürfe macht, dass sie zu unsportlich seien (75 Prozent). Vor allem Frauen würden sich an einem solchen Kommentar stören (84 Prozent; Männer: 67 Prozent). Zwei von drei Singles (67 Prozent) sind genervt, wenn der/ die Liebste seine/ ihre Freizeit vor allem nach den eigenen sportlichen Aktivitäten ausrichtet und sie selbst erst an zweiter Stelle kommen.

Aber nicht nur aktiver Sport stößt auf Unmut bei den Singles: 62 Prozent würde es stören, wenn der Partner zu viel Zeit mit Sportveranstaltungen im Fernsehen verbringt. Auch hier werden vor allem die Nerven der Frauen strapaziert, wenn das Abend- oder Wochenendprogramm von Sportschau, Olympia oder Tour de France bestimmt werden (71 Prozent; Männer: 54 Prozent).

Auch wenn Singles ihr Leben nicht nach den Sportvorlieben des Partners richten wollen, ist es dennoch jedem zweiten Alleinstehenden (50 Prozent) wichtig, dass der Partner auf sich achtet und eine gewisse Grundfitness mitbringt. Vor allem Single-Ladys wünschen sich keine Couch-Potato, sondern einen Mann, der nicht direkt außer Puste gerät (54 Prozent; Männer: 47 Prozent). Etwas mehr als jedem vierten Single (28 Prozent) ist der sportliche Zustand des Partners allerdings egal. Immerhin elf Prozent geben an, selbst sehr sportlich zu sein und wünschen sich deshalb, dieses Hobby mit dem Partner / der Partnerin teilen zu können.

Parship-Psychologe und Paarberater Markus Ernst erklärt: „Beim Sport ist es wie mit jeder Freizeitbeschäftigung: Wenn die Zweisamkeit und die Partnerschaft darunter leiden, müssen die Partner sich offen austauschen. Zu einer gesunden Beziehung gehören immer auch Kompromisse.

Möglicherweise finden Paare eine gemeinsame Sportart, die beiden Spaß macht oder der sportbegeisterte Partner räumt aktiv Zeit ein, die nur zu zweit verbracht wird – ohne Bundesliga, Fahrrad und Co.“

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