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Ratgeber

24. November 2017 | 17:46 Uhr

Im Ausland den Horizont erweitern

vom

svz.de von
erstellt am 18.Jun.2013 | 07:34 Uhr

Welche Länder stehen zur Auswahl?

Fast 50 Länder auf allen Kontinenten. Zwar sind die englischsprachigen Länder jedes Jahr sehr beliebt, doch immer mehr Schüler erfahren, welche besonderen Erfahrungen ein Schuljahr in einem lateinamerikanischen oder asiatischen Land bietet. Hitliste der Beliebtheit: Nach den USA gehen mit AFS die meisten Schüler nach Argentinien, Costa Rica, Thailand und China.

Bis wann muss ich mich bewerben?

Wenn du im Sommer 2014 in dein Schulaustauschjahr starten möchtest, kannst du dich bei AFS vom 1. September bis zum 15. Oktober 2013 bewerben. Wer erst später zum Kulturentdecker werden will, der sollte sich schon gut ein Jahr früher bewerben.

Welche Altersgrenzen gibt es für die Bewerbung?

Bei der Abreise im Sommer des folgenden Jahres musst du zwischen 15 und 18 Jahre alt sein. Es empfiehlt sich, ein Auslandsschuljahr eher früh vor dem 18. Lebensjahr anzugehen, da nicht alle Länder 18-jährige Schüler in den Schulen unterbringen können.

Was muss ich mit Blick auf die Anerkennung des Auslandsjahres beachten?

Für Mecklenburg-Vorpommern gilt: Über die Anerkennung eines Auslandsschulaufenthaltes während der Einführungsphase (10. Klasse) und die zu erbringenden Leistungen entscheidet die Schulleitung. Eine Verkürzung des Besuchs der gymnasialen Oberstufe um die Einführungsphase ist nur möglich, wenn eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht bestimmter Fächer nachgewiesen werden kann. Der Besuch der Qualifikationsphase (11. und 12. Klasse) hat durchgängig zu erfolgen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern empfiehlt: "Der günstigste Zeitpunkt für einen Auslandsschulaufenthalt ist die Jahrgangsstufe 10 oder ein eingeschobenes Jahr vor Beginn der Qualifikationsphase."

Generelle Empfehlung: Ganz gleich, ob man das Jahr im Ausland auf die Schulzeit anrechnen lassen möchte, oder man es zwischen der 10. und 11. Klasse als zusätzliches Jahr "einschiebt" - ein Austauschjahr ist immer ein Gewinn! Man lernt eine neue Fremdsprache, erwirbt soziale Fähigkeiten und entwickelt sich persönlich weiter: Kompetenzen, die beruflich von Vorteil sind und fürs Leben prägen.

Kann ein Auslandsjahr gefördert werden? Und wenn ja, was sind die Voraussetzungen für ein Stipendium?

Jedes Jahr erhalten mehr als 30 Prozent der AFS-Programmteilnehmer ein Stipendium, das von einer Stiftung, einem Unternehmen oder von AFS selbst vergeben wird. Speziell für Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern vergibt AFS das "Mecklenburg-Vorpommern-Stipendium", auf das sich alle Schüler von Gymnasien und Mittelschulen in Mecklenburg-Vorpommern bewerben können. Die Höhe des Teilstipendiums richtet sich nach der finanziellen Situation des Bewerbers. Es gibt auch die Möglichkeit, Schüler-BAföG zu beantragen. Mehr dazu unter www.das-neue-bafoeg.de.

Welche Möglichkeiten gibt es, nach der Schule ins Ausland zu gehen?

AFS bietet neben dem Schüleraustausch auch Freiwilligendienste im Ausland an. Für einen Freiwilligendienst musst du auf jeden Fall vor der Abreise 18 Jahre alt sein. Die Regelungen sind sehr strikt: Für die Abreise im Sommer musst du vor dem 1. Mai des Ausreisejahres volljährig sein, für die Abreise im Winter vor dem 1. November des Ausreisejahres. Für einen Freiwilligendienst im Ausland stehen dir über 30 Länder weltweit zur Auswahl, die Einsatzbereiche sind sehr vielfältig. Du hast die Möglichkeit dich in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur & Medien, Politik & Gesellschaft, Soziales, Umwelt oder Arbeiten in AFS-Büros zu engagieren. Wenn du im Sommer 2014 starten möchtest, kannst du dich ab dem 1.September 2013 bewerben.

Kann meine Familie auch selbst Gastfamilie für einen Jugendlichen aus einem anderen Land werden?

AFS bietet neben dem Schülerprogramm auch ein Gastfamilienprogramm an - wer ein Schuljahr ins Ausland geht, muss demnach nicht automatisch einen anderen Schüler bei sich aufnehmen. Immer mehr Eltern haben jedoch in den vergangenen Jahren entdeckt, wie spannend es sein kann, eine andere Kultur über einen jungen Austauschschüler in der Familie zu entdecken. Gastfamilie kann eigentlich jede Familie werden - auch Alleinerziehende und kinderlose Paare sind eingeladen, einen Gastschüler aufzunehmen. Wichtig sind Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft, sich einem jungen Menschen und seiner Kultur zu öffnen. Dazu braucht es kein großes Haus oder Ex trazimmer - ein freies Bett, ein Platz am Tisch und ein offenes Herz genügen, um als Gastfamilie Teil dieser interkulturellen Begegnung zu werden.

Auf was für eine Schule gehe ich im Gastland?

In der Regel auf eine öffentliche, weiterführende Schule. Leider kann nicht garantiert werden, dass du an deiner Gastschule bestimmte Fächer belegen kannst. Das Niveau der einzelnen Schulen kann aber unterschiedlich sein. Und ein Lehrplan in Thailand kann sich von einem deutschen Lehrplan deutlich unterscheiden. Oberste Priorität der Organisationen ist, dass die Gastfamilie zu dir passt. Nach ihrem Wohnort richtet sich, auf welche Schule in der Nähe du gehen kannst.

Muss ich die Sprache meines Gastlandes schon sprechen können?

In der Regel nein. Ausnahmen sind die USA (Schulenglisch reicht in der Regel aus) sowie die Schweiz (gute Französisch-Kenntnisse erforderlich). Für alle anderen Länder gilt: Vor der Abreise selbst möglichst viele Sprachkenntnisse aneignen, um in der Anfangszeit "über die Runden" zu kommen. Ansonsten wird sich der Spracherwerb vor Ort fast von alleine einstellen: Du lebst in einer Gastfamilie und gehst mit anderen Jugendlichen deines Alters in die Schule. In der Regel beherrschen unsere Austauschschüler die Sprache ihres Gastlandes nach circa drei Monaten einigermaßen fließend - egal, ob sie in Brasilien, Japan oder Ägypten sind.

Wo wohne ich während des Auslandsaufenthalts?

Du wohnst bei einer Gastfamilie, die die Austauschorganisation sorgfältig ausgesucht hat. Dort bist du nicht Gast, sondern zusätzliches Familienmitglied - mit allen Rechten und Pflichten. Bedenke: Gastfamilien werden nicht bezahlt und bekommen auch keine Aufwandsentschädigung. Sie nehmen dich auf aus Interesse an einem Menschen aus einer anderen Kultur.

Wie werde ich als Austauschschüler in meinem Gastland betreut?

Schon am Flughafen empfängt dich ein AFS-Ansprechpartner. Du und deine Gastfamilie erhalten einen persönlichen Betreuer, der mit Rat und Tat zur Seite steht und bei Bedarf vermittelt. AFS-Betreuer wohnen in der Nähe oder zumindest in derselben Region wie deine Gastfamilie. Auch die jeweilige AFS-Geschäftsstelle im Gastland hilft dir gerne weiter. Für alle Fälle gibt es in jedem Partnerland eine AFS-Notrufnummer, unter der täglich rund um die Uhr AFS-Mitarbeiter erreichbar sind. Im Gastland nimmst du an weiteren Seminaren teil, die dir helfen, deine Erlebnisse zu verarbeiten. Aber auch für deine Eltern in Deutschland sorgt AFS während deines Auslandsaufenthalts. Ihnen wird ein Ansprechpartner im deutschen AFS-Büro zugewiesen, der für Fragen und Rückmeldungen zur Verfügung steht.

Gibt es auch die Möglichkeit, für kürzere Zeit ins Ausland zu gehen?

Ja. AFS bietet ein "Semesterprogramm" an. Auch in sechs Monaten lernst du eine neue Kultur intensiv kennen - besser als es ein Tourist je könnte. Deine neuen Erfahrungen werden zu deiner persönlichen Entwicklung beitragen. Sie bereichern dich - du kannst Toleranz, Aufgeschlossenheit und Selbständigkeit lernen. Du lernst eine neue Sprache oder festigst deine Fremdsprachenkenntnisse.

Weshalb bekommt meine Gastfamilie keine finanzielle Unterstützung?

Wir möchten, dass unsere Gastfamilien einen Schüler nicht des Geldes wegen aufnehmen, sondern aus Überzeugung und aus ehrlichem Interesse an einem Menschen aus einer anderen Kultur.

Was umfasst der Programmpreis, den ich der Organisation zahle? Was muss ich zusätzlich aufbringen?

Bei AFS im Programmpreis enthaltene Leistungen:

- Unterstützung bei der Anreise, teilweise Flugbetreuung

- Visaunterstützung und -beratung

- Reisekosten (Hinreise ins Gastland von dem von AFS festgelegten Abreiseort in Deutschland und Rückreise)

- Reisekosten innerhalb des Gastlandes

- Aufenthalt als Gastkind in einer Familie

- Besuch einer weiterführenden Schule im Gastland

- Betreuung von Schüler und Gastfamilie durch einen A FS-Mitarbeiter vor Ort

- mindestens zwei Vorbereitungsseminare (evtl. geringe Zusatzkosten)

- Orientierungs- und Auswertungsseminar im Gastland

- mindestens ein Nachbereitungsseminar (evtl. geringe Zusatzkosten)

- Reisearrangements in Notfällen, 24-Stunden-Notfalltelefon

- Kranken- und Unfallversicherung

- Insolvenzversicherung (§651 k BGB)

- USA: SLEP-Test

- Informationsmaterialien

- Betreuung der Eltern im Heimatland

Nicht im Programmpreis enthalten:

- Visakosten (Ausnahme: Stipendiaten des Parlamentarischen Patenschafts- Programms - PPP)

- Taschengeld

- Impfungen (wenn nötig)

- Haftpflichtversicherung

- Reisegepäckversicherung

- Schuluniform (wenn nötig)

- Fahrtkosten zu den AFS-Seminaren in Deutschland (Ausnahme: PPP)

- touristische Zusatzaktivitäten

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