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Ratgeber

13. Dezember 2017 | 10:26 Uhr

Advent : Heißes vom Weihnachtsmarkt

vom
Aus der Onlineredaktion

Pünktlich zum ersten Advents-Wochenende soll es kalt werden – eine gute Gelegenheit, sich auf dem Markt an einem Heißgetränk die Finger zu wärmen.

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2017 | 16:00 Uhr

Auf dem Weihnachtsmarkt wärmt man sich die Finger ja gerne mal an einem Heißgetränk. Doch was ist eigentlich drin in Glühwein, Glögg, Feuerzangenbowle und Co.? Hier kommen die heißgeliebtesten Weihnachtsmarktgetränke.

Glühwein

Was wäre der Weihnachtsmarkt ohne den Glühwein? Ursprünglich verstand man unter „geglühtem“ einfach nur „gewärmten“ Wein, nicht mehr und nicht weniger. Das war natürlich nicht wirklich lecker und so kam man auf die Idee, die Gewürzweine, die auch schon im Mittelalter bekannt waren und eigentlich kalt getrunken wurden, heiß zu machen.

Heute gibt es den Glühwein in verschiedenen Variationen als Rot- oder Weißwein, gerne auch mit Schuss, also einem guten Schluck Hochprozentigen beziehungsweise Likör.

Natürlich kommt es nicht nur auf die Qualität des Weines an, sondern auch auf die Gewürze, die dem Wein hinzugefügt werden. So hat fast jeder sein eigenes Hausrezept, das natürlich nicht verraten wird. In der Regel finden sich aber Gewürznelken und Zimt in diesem weihnachtlichen Geheimrezept.

Grog

Heißer Grog ist in der kalten Jahreszeit wohl der Klassiker schlechthin. Aber was ist eigentlich drin im Grog? „Rum muss, Zucker kann, Wasser braucht nicht unbedingt“, heißt es an der Küste. Das mag dem einen oder anderen Seemann zwar so schmecken, aber auf dem Weihnachtsmarkt empfiehlt sich, dann doch besser die Variante mit dem heißen Wasser auszuwählen.

Andernfalls fühlt man sich sonst nämlich schnell mal „groggy“. Diesen Ausdruck kennen nicht nur die Boxer, die mächtig angeschlagen sind und ins Taumeln geraten, sondern auch all diejenigen, die zu tief ins Grogglas geschaut haben. Heißer Grog will nämlich in Maßen genossen werden.

Punsch

Den Punsch brachten uns englische Seefahrer im frühen 17. Jahrhundert aus Indien mit. Das Getränk wurde dort mit dem Zahlwort „fünf“ bezeichnet, was sich für die Briten wie „pantsch“ anhörte und im Englischen auch heute noch so ähnlich ausgesprochen, allerdings „punch“ geschrieben wird. Aus England kam der „Punch“ dann zuerst als „Puntsch“ zu uns, wurde dann mit der Zeit zum „Punsch“.

Das Getränk bestand ursprünglich aus fünf Zutaten: Arrak, Wasser oder Tee, Zucker, Zitrone und Gewürze. Hierzulande wird der Punsch aber meist mit Rum (oder Weinbrand) an Stelle von Arrak zubereitet, was auch die britischen Seefahrer früher schon gerne mal gemacht haben.

Im Eierpunsch können sich zudem noch Eier finden, Eierlikör, Wein, Milch oder auch Sahne. Der sogenannte Autofahrerpunsch muss ganz ohne Alkohol auskommen, und sich mit Tee, Orangensaft, Zimt und Nelken begnügen. Kinderpunsch wird in der Regel aus Früchtetee oder Apfelsaft hergestellt. Natürlich kommt es auch hier auf das richtige Mischungsverhältnis an.

Jagertee

Der Jagertee ist laut EU-Spirituosenverordnung inzwischen als Spezialität österreichischer Herkunft geschützt. Als solche muss er natürlich auch aus Österreich kommen, tut er das nicht, darf er sich nicht so nennen. Kein Wunder also, dass auf den Weihnachtsmärkten neben dem originalen österreichischen Jagertee auch Hüttentee oder Förstertee angeboten werden.

Der originale Österreicher besteht nicht nur aus schwarzem Tee, sondern eben auch aus dem speziellen österreichischen Inländer-Rum, der, man ahnt es irgendwie schon, ebenfalls als Produkt mit einer geographischen Herkunftsangabe geschützt ist. Früher einmal wärmte er vor allem österreichische Jäger, Waldarbeiter und Förster nach getaner Arbeit, heute kann sich auf dem Weihnachtsmarkt jedermann für ihn erwärmen.

Im Gegensatz zum Jagertee setzt der Hütten- und Förstertee in der Regel auf ganz klassischen Rum, und natürlich ebenfalls auf Tee, Zucker und Gewürze (wie Nelken und Zimt). Aber auch hier macht wieder die richtige Mischung den Geschmack, und natürlich die Qualität der verwendeten Inhaltsstoffe.

Feuerzangenbowle

Die Feuerzangenbowle wird im Gegensatz zur klassischen kalten Bowle heiß getrunken. Die namengebende Feuerzange – die früher einmal wirklich eine solche aus dem Kaminbesteck war – wird dafür über einem Gefäß mit erhitztem Wein und Gewürzen (unter anderem Sternanis, Nelken, Zimt, aber auch Zitronen- sowie Orangenschalen und anderen Zutaten) platziert.

Darauf kommt ein Zuckerhut, der mit hochprozentigem Rum getränkt und entzündet wird. Dabei schmilzt und karamellisiert der Zucker und tropft in den Wein, wobei der charakteristische Feuerzangenbowlengeschmack entsteht. Hier hat jeder wieder sein eigenes Rezept, was die Feuerzangenbowle natürlich interessant macht.

Glögg

Beim Glögg wird der Wein mit weihnachtlichen Gewürzen angereichert, wie etwa Kardamom, Vanille, Ingwer, Nelken und Zimt. In seiner skandinavischen Heimat werden auch gerne Mandeln und Rosinen zum Glögg gereicht, die jeder selbst dem Heißgetränk hinzufügen kann. Auch ein großer Schluck Cognac oder Weinbrand darf bei traditionsbewussten Skandinaviern nicht fehlen.

Auf diese Weise entsteht ein ganz spezieller Glühwein, der auch als Schwedenpunsch oder Finnischer Glühwein bekannt ist. Im hohen Norden gibt es unzählige Glögg-Varianten mit einer enormen Geschmacksvielfalt, die nach und nach allesamt auch bei uns ankommen.

Heisse Trends

Glühbier, heißer Met, Lumumba und Co.: Bei den ganz heißen Trends der Wintersaison kommen vor allem Entdeckernaturen auf den Geschmack. Probieren ist also Trumpf auf dem Weihnachtsmarkt.

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