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Ratgeber

17. November 2017 | 20:36 Uhr

Gartenidylle sorgenfrei genießen

vom

svz.de von
erstellt am 09.Jun.2010 | 07:20 Uhr

schwerin | Diebstahl, Vandalismus, Brand - der Horror eines jeden Kleingärtners. Unbewohnte Gartenhäuschen sind bei Einbrechern sehr beliebt, bieten sie doch leichte Beute.

"Eine Laubenversicherung ist auf jeden Fall empfehlenswert", sagt Thorsten Rudnik, Pressesprecher und Vorstandsmitglied beim Bund der Versicherten. Um auch den Inhalt der Laube zu versichern, sollte auch eine Hausratversicherung abgeschlossen werden. Sofern der Kleingartenverein keine entsprechenden Rahmenvereinbarungen oder Sonderkonditionen mit einer Versicherung unterhält, rät Rudnik vor Vertragsabschluss zu einem Beratungsgespräch mit einem unabhängigen Versicherungsmakler. "Der Kleingärtner sollte die Karten offenlegen und wahrheitsgemäß angeben, welche Einbauten versichert werden sollen." Er rät, Fotos vom Inneren der Laube zu machen und der Versicherung vorzulegen: "Damit es dann nicht heißt, den Schaden bezahlen wir nicht."

Doch was, wenn ein Gast des Kleingärtners auf der Veranda der Parzelle ausrutscht oder beim Beschneiden des Apfelbaumes ein Ast in den Zaun des Nachbarn kracht? "Für den Fall, dass Dritte zu Schaden kommen, sollten Schrebergärtner eine Haftpflichtversicherung abschließen, die auch die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht umfasst", rät Rudnik. Auch hier sollte sich der Gartenfreund beim Versicherungsberater erkundigen, ob das Risiko Kleingarten im Versicherungsumfang enthalten ist oder nachträglich in die Verträge eingeschlossen werden kann. Auch hier hat der Verein eventuell Rahmenversicherungsverträge abgeschlossen, in die man günstig eintreten könne.

Dieter Steffens, Geschäftsführer des Landesverbandes der Gartenfreunde rät dringend zu einer speziellen Haftpflicht. Der einzelne Laubenpieper fällt zwar unter den Schutz der Vereins-Haftpflichtversicherung teilhaftig, allerdings nur, wenn er im Auftrag des Vereins tätig ist. Bei privaten Risiken sieht das anders aus: "Beim Aufenthalt in der gepachteten Parzelle ist die private Haftpflichtversicherung zuständig, hier greift nicht die Versicherung des Vereines", erklärt Steffens. Auch er betont die Wichtigkeit von Gebäude- und Hausratversicherung für die Laube, der Landesverband habe diesbezüglich Gruppenverträge beim Kleingarten-Versicherungsdienst (kvd) abgeschlossen. Doch damit sind mögliche Risiken noch nicht aus dem Weg geräumt: "Fackelt die Gartenlaube tatsächlich ab, infolge von Vandalismus oder Blitzeinschlag, hilft nur noch eine Feuerschadenberäumungsversicherung", sagt Steffens. Brenne das Gartenhäuschen nicht komplett ab, also eine Wand bleibe noch stehen, könnte die Schuttberäumung den Laubenpieper teuer zu stehen kommen.

Unfälle mit Heckenschere, Laubhäcksler, Säge und Co. kämen zwar relativ selten unter Kleingärtnern vor, so Rudnik, dennoch rät er sicherheitshalber zu einer privaten Unfallversicherung. Auch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung sollte in Erwägung gezogen werden.

>> Weitere Versicherungstipps lesen Sie in unserer Printausgabe.

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