Kolumne : Vom Unkraut zum Hingucker

Beate Schöttke-Penkes Gedanken und Erlebnisse rund ums Thema Garten:

svz.de von
20. Juli 2015, 16:16 Uhr

Es gibt Pflanzen, die sind des Gärtners Schreck. Ackerschachtelhalm, Ackerwinde und Quecken gehören zweifellos dazu, Vogelmiere und Melde auch. Letztere lassen sich allerdings gewinnbringend in der Küche einsetzen. Vogelmiere eignet sich für Suppen, Salate und Kräuterquark, junge Blätter der Melde ebenfalls. Gedünstet erinnern deren Blätter geschmacklich an Spinat. Werden Goldmelde und Rote Melde im Gemüsegarten abwechselnd in Reihen angebaut, so kann das sehr attraktiv aussehen. Interessant für den Garten kann auch der Giersch sein, womit ich nicht allein dessen Doldenblüten meine. Von dem wohlschmeckenden Wildgemüse habe ich mir vor ein paar Jahren eine weiß panaschierte Variante (Aegopodium podagraria ‘Variegatum’) gekauft. Obwohl die Art weniger wuchert als die Wildform und für schattige Partien ein idealer Bodendecker ist, wollte ich zunächst Erfahrungen sammeln. So kam die Pflanze am Eingang des Gartens in einen Kübel. Hier zieht sie die Blicke auf sich und manch einer fragt: Was ist denn das? Sieh an, denke ich, so werden Unkräuter zu Hinguckern!
Autorin: Beate Schöttke-Penke

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