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Garten und Blumen

20. November 2017 | 19:57 Uhr

Prignitzer Oasen der Ruhe

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2010 | 07:02 Uhr

Berge | "Entspannung." Ein Wort genügt Gabriele Endler, um die Bedeutung ihres Gartens in Simonshof bei Berge zu beschreiben. Zusammen mit 13 weiteren Familien lud sie gestern am Tag der offenen Gärten in ihre private Wohlfühloase ein.

Tannen umschließen die große Rasenfläche an deren Ende ein Teich liegt. "In dem habe ich vor 40 Jahren schwimmen gelernt", verrät Endler. Heute brütet hier ein Paar Teichhühner, quaken Frösche um die Wette. Die Vielzahl der Pflanzen, ihre Blütenfarben machen für sie den besonderen Reiz der Anlage aus. Der Sanddorn trägt das erste Mal Früchte. "Das hat mir eine Besucherin gezeigt", ist die Gastgeberin überrascht.

Sie öffne gern ihre Pforte, möchte andere an der Gartenidylle teilhaben lassen. Sigrid Hoffmann hat die Einladung angenommen. "Ich möchte Ideen erhaschen", sagt die Perlebergerin und greift herzhaft zu dem angebotenen Kuchen. Die nächsten Besucher fahren mit dem Rad vor. Sie kommen aus Berge, wo allein acht Gärten offen sind. Erst sei sie zögerlich gewesen, gesteht Helga Reinike, doch dann entschloss sie sich zur Teilnahme. Sehr zur Freude von Werner und Elke Briege aus Perleberg. "Wir finden es wunderbar, welche Mühe sich die Leute machen", so Briege. Er bestaunt die kräftigen Stockrosen, die mächtigen Kartoffeln und spricht von einem "duftenden Garten".

"Es ist kein Super-Garten, aber wir fühlen uns hier wohl", betont Helga Reinike. Hecken, Büsche, Rabatten und eine Seidenkiefer finden bei ihr Platz. Den für hiesige Breiten seltenen Baum hat sie vor rund 20 Jahren gepflanzt, heute ist er ein Prachtexemplar. Auf ihre Lieblingsblume muss sie noch ein wenig warten: "Das ist die Sonnenblume". Sie wird ihr gelbes Haupt erst in wenigen Wochen empor recken.

Mehr Nutz- als Blumengarten finden Besucher bei Marion Dierke. "Das Anbauen macht mir Spaß, ich möchte etwas aus dem eigenem Garten essen." Bohnen, Zwiebeln, Kartoffeln sind schon gut zu erkennen. Sehnsüchtig erwartet werden in diesem Jahr die Möhren. Ihr acht Monate alter Enkelsohn Knut darf sie verputzen.

Martina Bartels von der veranstaltenden Biosphärenreservatsverwaltung freut sich über die Besucher und vor allem über die Teilnehmer: "Im vergangenen Jahr waren es ebenfalls 14. Natürlich würden wir uns über mehr freuen, aber nicht jeder mag die Öffentlichkeit in seine Privatsphäre holen", zeigt sie Verständnis. Im nächsten Jahr wird es wieder diese Aktion geben.

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