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Gartentour durch den Norden : Neue Pracht im Gutshausgarten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Angela und Gerd Schäfer fanden in Landsdorf eine Herausforderung für den Ruhestand.

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern laden alljährlich zu einem Konzert in den denkmalsgerecht sanierten Saal des Gutshauses in Landsdorf ein. Auf Bitten der Konzertveranstalter führt Hauseigentümer Gerd Schäfer die Besucher zuvor durch den Gutspark. Ein Angebot, dem die Musikinteressierten immer wieder gerne folgen. Der frühere Anwalt weiß vergnüglich und faktenreich über das Gutshaus und den angrenzenden fast sieben Hektar großen Park zu berichten.

2001, als das Ehepaar nach einer fordernden Aufgabe für den Ruhestand suchte, fanden sie das Anwesen in einem verwahrlosten Zustand vor. Zum Glück war der alte Baumbestand mit Sommer- und Winterlinden, Eichen, Douglasien, grün- und rotlaubigen Buchen, irischen Eiben, einer über 100 Jahre alten Magnolie und einer ebenso alten Hängebuche von den Dorfbewohnern nicht angetastet worden. Zum Glück auch lagen 30 Jahre gärtnerischer Erfahrung hinter dem Ehepaar aus dem Düsseldorfer Raum. Schäfers ahnten, welche Pracht der Park entfalten könnte!

Also machten sie sich ans Werk, machten zunächst die nord-südliche Sichtachse wieder erlebbar, indem sie 127 wild gewachsene Ahorne und Eschen fällten. Reste von Gartenhäusern, Stallungen und Schutt wurden weggeräumt, Trabi, Bettgestelle und Ölfässer aus dem Naturteich entfernt. Mithilfe alter Landsdorfer wurde die alte Wegeführung im Park erkundet, die unter jahrzehntealten Humus- und Laubschichten verschwunden war.

Unter den alten Bäumen legte das Gärtnerpaar einen facettenreichen Schattengarten an, pflanzte beispielsweise 100 Rhododendren. Eine 80 Meter lange prächtige Staudenrabatte entstand. Im Frühsommer blühen zahlreiche Stauden- und Baumpäonien, die von Schwertlilien, Orientalischem Mohn und Katzenminze abgelöst werden.

Sehenswert ist auch der Küchengarten, aus dem die Familie sich und ihre Gäste mit frischen Lebensmitteln versorgt. Ein Rosengarten entstand, seltene Gehölze wurden am Naturteich gepflanzt.

Die Zeit bis zum Konzertbeginn reicht kaum aus, um alles in Augenschein zu nehmen. Am Ende des Rundgangs bleibt die Erkenntnis: Dieser Gutsgarten ist mehr als einen Besuch wert.


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