Garten-Kolumne : Männchen oder Weibchen?

In den letzten Wochen hat vor allem ein Bewohner seine Spuren hinterlassen: Der Maulwurf!

svz.de von
14. März 2016, 16:57 Uhr

Nix los im Garten? In den letzten Wochen hat vor allem ein Bewohner seine Spuren hinterlassen: Der Maulwurf! 167 ansehnliche Maulwurfshaufen habe ich auf unserem Gelände gezählt. Ob in den Staudenbeeten, im Küchengarten oder auf der Streuobstwiese – die Spuren des Erdarbeiters sind unübersehbar. Weil der Maulwurf ständig fressen muss, hält er keinen Winterschlaf. Ein Hügel nach dem anderen zeugt so von der Unter-Tage-Arbeit. Ein Tunnelsystem von ungefähr 200 Meter Länge schaufelt sich das Tier zusammen. Während Weibchen, so informiert der Nabu, nur eine Fläche von 2000 Quadratmetern beackern, bringt es ein Männchen auf stolze 6000 Quadratmeter. Haben wir ein Weibchen oder Männchen? Diese Frage bleibt wahrscheinlich unbeantwortet. Angesichts der vielen Hügel auf der Wiese, unweit unseres Gartenzauns, weiß ich allerdings, dass Gesellschaft und also Nachwuchs nicht weit sind. Prinzipiell kann sich die Gärtnerin in mir ja über Maulwürfe freuen, denn sie zeigen, dass der Boden gesund ist und es zahlreiche Kleinlebewesen gibt. Da Maulwürfe sehr gerne Schädlinge wie Schnecken und Engerlinge fressen, sind sie ausgesprochene Nützlinge. Die aufgeworfene Erde, so kann man überall nachlesen, sei beste Gartenerde und könne beispielsweise gut für Blumenkübel genutzt werden. Die Hügellandschaft in unserem Garten ist demnach nur mein ästhetisches Problem. Eines allerdings, so weiß ich aus Gesprächen, das manchen Gärtner umtreibt. Nun denn – das tröstet ein wenig!

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