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Garten und Blumen

25. November 2017 | 09:06 Uhr

Kolumne : Lesenswertes zu Buddel-Peter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beate Schöttke-Penke über Garten-Literatur

A.B. aus Ludwigslust ist nicht nur eine Garten- sondern auch eine Bücherfreundin wie ich. So habe ich mich über ihren jüngsten Lese-Tipp sehr gefreut. Ich solle doch die Lenné-Biographie von C.A. Wimmer lesen. Mit ihrer Buchempfehlung lief sie bei mir offene Türen ein, denn den Garten des renommierten Gartenarchitekten und Denkmalpflegers in Potsdam-Bornim habe ich bereits besucht. Und wenn man jemanden persönlich kennt, liest man sein Buch ja noch einmal ganz anders. Die Biographie wurde also schnell besorgt, wenn auch bereits eine von Heinz Ohff in meinem Regal steht. Während die aber – wie so viele andere Texte über Peter Joseph Lenné – Lobeshymnen und Komplimente aneinander reiht, hat Clemens Alexander Wimmer erstmals den gesamten Nachlass lückenlos ausgewertet und Lennés Wirken einer kritischen Neubewertung unterzogen. Der Gartenhistoriker schildert den Werdegang Lennés vom Gärtnergehilfen zum königlichen Gartendirektor vor dem Hintergrund einer bewegten Epoche zwischen Revolution und Restauration, befreit „Buddel-Peter“ von selbst gesponnenen Mythen und porträtiert ihn als komplexen und karrierebewussten Charakter, der weniger Ausnahmekünstler als ein Kind seiner Zeit war. Das mag manchen Lenné-Fan verärgern. Für mich rundet sich aber durch die fundierte Autoren-Arbeit das Bild über den Gartenmenschen. Dass das Buch trotz der vielen Quellen dennoch kurzweilig zu lesen ist, spricht zudem dafür, es an dieser Stelle zu empfehlen.

Autorin: Beate Schöttke-Penke

www.sonntagsgruen.de

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