heimwerker : Kampf den Dellen: Wie Heimwerker das Parkett ausbessern

Nach dem Abschleifen muss das Parkett neu versiegelt werden.
Foto:
Nach dem Abschleifen muss das Parkett neu versiegelt werden.

Damit der Parkettboden bis ins hohe Alter schön bleibt, benötigt er etwas Pflege und ab und zu eine Frischzellenkur.

svz.de von
14. Juli 2014, 18:09 Uhr

Ein Parkettboden verbreitet eine natürliche, warme Atmosphäre in der Wohnung. Damit er bis ins hohe Alter schön bleibt, benötigt er etwas Pflege und ab und zu eine Frischzellenkur. Denn: der Boden bekommt Macken oder Flecken. Aber es gibt Lösungen.

Flecken: Für die Grundreinigung genügt ein Staubsauger mit Parkettaufsatz oder ein Besen. Dann mit einem nebelfeuchten Wischmopp drübergehen – fertig. „Zur Entfernung von Flecken kann man ein feuchtes Tuch mit einem milden Reinigungsmittel benutzen“, sagt Matthias Wolf, Leiter des Umweltinstituts Leipzig. „Meist bringt aber die mechanische Fleckenentfernung mehr, etwa mit einem Radiergummi oder ganz vorsichtig mit einem Spachtel.“

Zusätzlich empfiehlt er, Parkettböden ein- bis zweimal pro Jahr mit einer Pflege auf Wachs- oder Ölbasis zu bearbeiten.

Kratzer: Beim Verschieben von Stühlen und Tischen können Kratzer und Dellen entstehen. „Solche Verletzungen lassen sich schnell beheben“, beruhigt Antonio Ledda von der DIY-Academy in Köln. Wichtig ist, schnell zu handeln. Im Handel gibt es dafür Reparatursets. „Darin sind Wachse, die leicht angewärmt in die Fugen eingebracht werden“, erläutert Ledda. „Die nötigen Werkzeuge sind auch gleich dabei.“ Diese Wachse gibt es in mehreren Farbtönen. Und sie lassen sich so mischen, dass der Heimwerker den passenden Farbton für sein Parkett bekommt. Am Ende wird die Stelle mit einem Klarlackstift versiegelt.

Schliff: Parkett muss in regelmäßigen Abständen angeschliffen und neu versiegelt werden. Dann bleibt es schön. Dabei wird eine hauchdünne Schicht von der Oberfläche abgenommen, so dass der originale Holzton wieder erscheint. „Allerdings ist das eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die sich nur sehr versierte und erfahrene Heimwerker zutrauen sollten“, sagt Ledda. Denn die Schleifmaschinen, die sich in Baumärkten ausleihen lassen, erfordern einiges Geschick. Auch der Zeitfaktor ist nicht zu unterschätzen. „Wo ein Parkettleger an einem Tag fertig wird, werkelt ein Laie leicht zwei oder drei Tage herum.“

Danach gibt es zwei Möglichkeiten: auch wenn der Boden vorher lackiert war, kann er nun geölt werden. Oder er bekommt eine neue Lackschicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen