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Garten und Blumen

17. November 2017 | 22:36 Uhr

kolumne : Immer nur mit Freude?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Worte einer Gartenbekannten geben mir zu denken: Bin ich im Garten wirklich immer nur mit Freude, Hingabe und Wärme bei der Arbeit? Gibt es kein Nachlassen der Mühe? Habe ich immer Spaß an dem nicht enden wollenden Tun? Diese Fragen zu bejahen, wäre eine Lüge. Natürlich gibt es Momente, in denen ich lieber die Beine hochlegen würde, anstatt das Pflichtprogramm in meinem Garten zu absolvieren. Selbstverständlich gibt es Gartenarbeiten, um die ich mich gerne drücken würde: Das Heckenschneiden in luftiger Höhe; das kein Ende nehmende Harken der Blätter; das Schreddern des anfallenden Staudenschnitts. Um nur einige Beispiele zu nennen. Und zweifellos sehne ich mich in gewissen Situationen danach, körperlich schwere Tätigkeiten von anderen erledigen zu lassen als meinen eigenen Rücken krumm zu machen. Doch ich weiß auch genau: Mein Garten wird nur dann erblühen und schöner werden, wenn ich etwas dafür tue. Den Pflanzen wird nur dann ein besserer Boden bereitet, wenn ich mich dafür mühe. Einen schönen Rasen gibt es im nächsten Jahr nur dann, wenn ich meinen Hintern hoch kriege und Blätter fege. Diese Herausforderung, die mit einem eigenen Garten verbunden ist, war in einem Poesiealbum einmal so formuliert: „Ganz mühelos lässt sich Freude nicht erjagen; wer Blumen pflanzt, der muss viel Wasser tragen.“

Autorin: Bea Schoettke-Penke

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