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Kürbisse : Herbstklassiker mit vielen Möglichkeiten

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Der Kürbis ist der Renner unter den Herbstgemüsen – die beliebtesten Sorten zum Kochen und Dekorieren.

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Kürbis ist nicht gleich Kürbis. Im Handel sind ganz unterschiedliche Sorten erhältlich. Einige schmecken richtig lecker, andere eignen sich besser für Dekorationszwecke. Generell gilt, dass Kürbisse nicht bitter schmecken dürfen. Tun sie es doch einmal, so hat man mit ziemlicher Sicherheit einen Zierkürbis erwischt. Da die Bitterstoffe giftig sind, sollte man diese Kürbisse nicht verzehren. Darüber hinaus darf die Schale keine Druckstellen oder Beschädigungen aufweisen. Ein kleines Ende vom Stiel, das am Fruchtkörper verbleibt, sorgt dafür, dass sich der Kürbis möglichst gut und lange hält. An einem kühlen Ort aufbewahrt, hält sich ein unbeschädigter Kürbis durchaus mehrere Wochen, wenn nicht sogar einige Monate.

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Hokkaido

Der Hokkaido ist in der Küche längst ein Klassiker. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kürbissen braucht er nicht geschält zu werden, denn seine Schale wird beim Kochen weich und kann mitverzehrt werden. Für Suppen und Pürees ist das natürlich praktisch, aber auch immer dann, wenn es mal schnell gehen muss. Ein weiterer Vorteil, der den Kürbis so beliebt macht, ist seine Größe. Mit gerade einmal ein bis zwei Kilogramm Gewicht lässt er sich komplett zu einer einzigen Mahlzeit verarbeiten. Natürlich kann der Hokkaido, der sich botanisch Cucurbita maxima nennt, auch geschmacklich überzeugen. So manch einer schmeckt sogar ein leichtes Esskastanienaroma heraus. Der kleine runde Kürbis eignet sich übrigens auch sehr gut für Salate, da er auch roh gegessen werden kann.

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Butternut

Der Butternusskürbis nennt sich botanisch korrekt Cucurbita moschata. In den USA, Australien und Afrika ist er in der Küche schon lange bekannt und beliebt. Bei uns gibt es in der Beziehung noch ein wenig Nachholbedarf, denn eines ist sicher: Der Butternut gehört zu den leckersten Kürbissen überhaupt. Seinen Namen hat er sich verdient, weil er weich wie Butter (engl.: butter) und süß wie eine Nuss (engl.: nut) schmeckt, sagen die einen. Andere Feinschmecker verweisen lieber auf ein feines Butter- bzw. Nussaroma. Wie dem auch sei: Nicht nur der besondere Geschmack, sondern auch seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten machen ihn so beliebt. Auch wenn der Butternut ja eigentlich eine Frucht ist (Kürbisse sind die größten Beeren der Welt), so lässt er sich in der Küche doch wie ein Gemüse verarbeiten. Mit anderen Worten: Den Butternut kann man braten, rösten, kochen oder zu Suppe und Eintopf verarbeiten. Besonders lecker schmeckt er aber auf dem Kuchen oder im Kompott, wo seine süßliche Note schön zur Geltung kommt.

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Spaghettikürbis

Der Spaghettikürbis hat es im wahrsten Sinne des Worts in sich. Sein fadenförmiges Fruchtfleisch sieht nicht nur wie eine große Portion Spaghetti aus, nein, man kann den Kürbis sogar wie Spaghettinudeln essen, nämlich mit Tomatensauce und Parmesankäse. Er eignet sich aber auch sehr schön für Gratins zum Überbacken. Es gibt noch einen weiteren Vorteil: Auch von außen ist der Spaghettikürbis hübsch anzuschauen und so kann er natürlich für Dekorationszwecke genutzt werden. Obwohl: Dafür ist er eigentlich schon fast zu schade.

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Gelber Zentner und Roter Zentner

Wie der Name schon sagt, sind diese Kürbisse richtig groß und schwer. Im Schnitt haben sie einen Durchmesser von einem halben Meter. Mit ihrem milden Geschmack eignen sie sich gut für Suppen und Chutneys, aber auch zum Einmachen oder für Kuchen bzw. Marmeladen. Die beiden Sorten sind allerdings nicht so lange lagerfähig wie andere Kürbisse. Früher wurden sie sogar als Viehfutter verwendet. Botanisch zählen der Rote Zentner wie auch der Gelbe Zentner zu den Cucurbita maxima. Weil sie so schön groß sind, kann man aus ihnen natürlich auch Laternen für Halloween schnitzen.

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Halloween-Kürbis

Der typisch amerikanische Halloween-Kürbis ist in der Regel ein orangefarbener Cucurbita pepo. Aber auch andere Kürbisse, wie etwa die Gelben Zentner oder die Roten Zentner, machen als Dekoration zu Halloween eine gute Figur. Zum Schnitzen einer Kürbislaterne eignet sich aber eigentlich jeder größere Kürbis. Feinmotoriker können sich sogar an die kleineren Zierkürbisse wagen. Das Schnitzen ist kein Hexenwerk und geht ganz einfach. Zuerst wird oben ein schmaler Deckel mit dem Brotmesser abgeschnitten und der Kürbis ausgehöhlt. Je dünner die Schale ausgekratzt wird, desto mehr leuchtet der Kürbis später. Dafür hält sich der Kürbis dann in der Regel aber auch nicht so lange, denn eine sehr dünne Schale ist auf Dauer anfälliger und wird schneller instabil. Mit einem weichen Bleistift kann man nun ein Gesicht aufzeichnen, dass mit einem speziellen Kürbisschnitzwerkzeug ganz einfach auszuschneiden ist. Ein kleines Kartoffelschälmesser geht natürlich auch. Bei letzterem besteht aber immer die Gefahr, dass man sich verschneidet bzw. Rundungen schnell mal eckig werden. Hier ist beim Schnitzen also Vorsicht angebracht. Zum Schluss kommen noch ein oder zwei Teelichter hinein, die aber niemals unbeaufsichtigt brennen sollten, denn so eine Kürbislaterne kann auch schnell mal abfackeln. Noch ein Geheimtipp: Den Mundausschnitt nicht zu tief anlegen, da sonst später die Teelichter durch den geöffneten Mund zu sehen sind. Die Kürbislaterne hat übrigens sogar einen eigenen Namen: Jack O'Lantern.

Zierkürbisse

Zierkürbisse haben in der Regel einen hohen Gehalt an Bitterstoffen. Die schmecken nicht nur bitter, sondern sind sogar giftig, so dass man sie nicht verzehren und auch von Kindern und Heimtieren fernhalten sollte. Dafür sehen die Zierkürbisse aber schön aus und machen somit ihrem Namen alle Ehre. Zwar eignen sich auch alle anderen Kürbisse für eine herbstliche Dekoration, aber die kleineren Zierkürbisse passen selbst noch auf das schmalste Fensterbrett. Es gibt sie übrigens in allen erdenklichen Farben, und zwar nicht nur in gelb, orange, rot oder grün, sondern auch in weiß oder schwarz.

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