Frühling : Gartensaison auf der Fensterbank

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Der Frühling steht in den Startlöchern / Hobbygärtner können mit dem Pflanzen beginnen

svz.de von
02. März 2014, 16:23 Uhr

Mit viel Glück gibt es im März die ersten Tage mit warmem Sonnenschein und sanftem Frühlingswind. Dann stecken schon die ersten Frühblüher ihre Köpfe aus der Erde – und geben dem Hobbygärtner das Startsignal: Er darf wieder in seinen Garten und buddeln, schneiden und vor allem pflanzen. Aber eigentlich beginnt die Gartensaison im März ganz woanders: auf der Fensterbank. Dort werden die ersten Pflanzen gesät. Frühes oder frostempfindliches Gemüse wie Salat, Tomaten und Gurken sowie erste Blühpflanzen kommen in Töpfen oder einem Saatkasten auf die helle Fensterbank, erläutert Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. Da die Setzlinge eine hohe Luftfeuchtigkeit zum Keimen brauchen, stehen sie am besten in Küche oder Bad. Die Töpfe müssen mit durchsichtiger Folie bedeckt werden, der Saatkasten hat einen Deckel. Erst im April und wenn es weitgehend frostfrei ist, können die Sämlinge ins Freie. Mit als Erstes blühen nun die bereits im Herbst gesetzten Krokusse und Narzissen. Sind sie verblüht, können sie umgesetzt werden, erläutert Van Groeningen. „Auch alles, was winterhart ist, kann jetzt gut umgepflanzt oder umgetopft werden – wie Stauden und Gräser.“ Für Nachwuchs lässt sich im März ebenfalls sorgen – indem etwa Pelargonien und Fuchsien vermehrt werden, wenn sie neu austreiben.

Ein Steckling kommt in einem Topf auf die Fensterbank, wo er Wurzeln bildet. Darüber wird eine durchsichtige Tüte gestülpt. Sobald die Stecklinge groß genug sind, sollten sie an warmen Tagen zum Abhärten im Freien stehen.Wie schon an frostfreien Tagen den ganzen Winter über können nun auch noch Gehölze gesetzt werden. „Je liebevoller der Boden vorbereitet wird, desto besser wachsen die Pflanzen an“, erklärt die Gartendozentin. Sie rät, ein Loch zu graben, das zweimal so groß wie der Wurzelballen ist, und den Boden mit Kompost zu versetzen.Die sommerblühenden Gehölze wie der Sommerflieder und die Rispen- und Ballhortensie können nun noch geschnitten werden – „bis der Winter ganz vorbei ist“, sagt Van Groeningen.

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