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Garten und Blumen

20. November 2017 | 18:18 Uhr

Frühlingsgold leuchtet im Sommer

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2010 | 05:08 Uhr

Sternberg | Zu einem sommerlichen Vergnügen besonderer Art - und das bereits zum vierten Male - gestaltete sich am Sonnabend und Sonntag wieder der "Tag der offenen Gärten". Und wie schon in den Vorjahren präsentierte sich auch der Sternberger Verein Dialog & Action mit seinem außergewöhnlichen Gartenprojekt "LüttAcker" im Sternberger Seenland. Das im vergangenen Jahr sogar Teilprojekt der BUGA Schwerin war.

Lütt Acker hatte seinen Gästen wieder viel in gärtnerischer Hinsicht zu bieten: ein Rosen-Kräuter-Gärtchen, gestaltet an einem Hang mit acht thematischen Arealen und dem Dornröschenturm, einen Wildrosen-Lehrpfad, einen Schrebergarten nach altem Vorbild, ein Feucht-Biotop, den Rastplatz für Rad- und andere Wanderer sowie Wasserspiele für die kleinen Gäste. "Mit dem Wildrosen-Lehrpfad wollen wir letztere würdigen, weil ja jede Rose einmal aus Wildrosen entstanden ist", erzählte Klaus Werner, einer der Gartengestalter. "Allein die unterschiedlichen Düfte sind eine Pracht. Und Wildrosen duften sowieso meist mehr als die Edelrosen. So etwas hat nicht jeder. Und wir sind sehr stolz darauf."

"Auf Lütt Acker findet man mehr als 300 Rosensorten; viele von ihnen sind ganz selten. Wer kennt schon die Stacheldraht-Rose, das Frühlingsgold, die Kartoffel-Rose, die Heidi-Klum-Rose, die Gebrüder-Grimm-Rose, die Kneipp- oder Adenauer-Rose? Hier in Sternberg sind sie zu finden" so Klaus Werner. "Anziehungspunkt für die Besucher ist immer wieder unser Dornröschen-Turm, weil er auch von innen, gegen das Licht, erlebbar ist", fügt Irene Werner, die Vereinsvorsitzende, hinzu. "Hier finden wir auch verschiedene Kletterrosen, Clematis, Gräser usw. Richtig ein Ort zum Märchen-Erzählen."

Ein wenig weiter kommt man in das Kräutergärtchen. Hier wachsen und blühen rund 50 verschiedene Kräutersorten. So zum Beispiel Lavendel, das gut gegen Läuse ist. Ebenso Tagetes, die gelbe Studentenblume, die mit ihrem eigenwilligen Duft auch die lästigen Wühlmäuse vertreibt.

Was LüttAcker aber noch zu bieten hatte und hat, das sucht seinesgleichen. Denn hier gibt es auch eine Rosenkönigin, die am Wochenende alle Gäste wieder durch das blühende Areal führte und ihnen viel zu erzählen wusste. So wurde Lütt Acker auch zu einem Ort des Erfahrungsaustausches. Profitierte einer vom gärtnerischen Wissen des anderen. Rosenkönigin Annemarie ist übrigens nicht die erste "Hoheit". Ihr voraus residierten hier schon die Rosenköniginnen Karolin und Sophie. Und auch in diesem Jahr, beim 4. Sternberger Rosenfest (Samstag, 26. Juni, ab 10 Uhr), könnte es einen Majestätenwechsel geben. Wer weiß! So hat sich Sternberg inklusive Rapsblütenkönigin zu einem Residenzstädtchen entwickelt.

Die zahlreichen Besucher, über beide Tage verteilt, waren des Lobes voll über Lütt Acker. "Diese herrlichen Wildrosen", schwärmte Erika Ebel aus Granzin. "Und das Gelände ist einmalig schön gelegen." Marion Splettstößer aus Berlin war ebenfalls begeistert von der ganzen Aktion "Tag der offenen Gärten". "Ich habe selber einen Garten", erzählt sie. "Aber von LüttAcker bin ich einfach fasziniert. Diese Gestaltung, diese Üppigkeit! Und der herrliche Kräutergarten ..." Ihr Mann Gerald fügt hinzu, dass er auch den Tümpel so schön finde. Nur die Frösche ließen sich diesmal nicht blicken. "Haben wohl etwas anderes zu tun", lacht er und meint die Brautschau. Auch Dr. Gundula Weitzberg aus Berlin war fasziniert. "Ich bin nicht zum ersten Mal hier", erzählte sie. "Und habe meine Bekannten mitgebracht, die ebenso begeistert sind."

Begonnen hatte alles 1997 mit einem simplen Jugendgarten. Lütt Acker entstand 2006. Schon bald wurde daraus eine grüne Oase von besonderer Schönheit. Ein Ort für Umweltbildung mit Kultur und Tourismus.

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