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Garten und Blumen

19. August 2017 | 15:09 Uhr

Kolumne : Frühling trifft Sommer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beate Schöttke-Penke über das wunderliche Werk der Natur

Im Garten ist der Sommer los: Eine Explosion an Farben, Formen und Düften. Auf den zwei großen Staudenbeeten blühen Phlox, Kugeldisteln, Kandelaberehrenpreis, Monarden, Ziersalbei und Sonnenhut um die Wette. Eine Farborgie in Weiß, hellem und dunklem Lila, Purpur und Blau. Diamantgras, Herbstkopfgras und Chinaschilf steuern Beige, kräftiges Gelbgrün und dunkles Grün zum Spiel der Farben bei. Im Kiesgarten harmonieren Lila, Blau und Graugrün. Die Skabiosen und der Lavendel werden von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen umschwirrt. Das Blattwerk von Iris und Blaustrahlhafer bringt ein wenig Ruhe in die sommerliche Rabatte. Im Vorgarten knallt dem Besucher kräftiges Gelb des Sonnenauges entgegen. Reitgras und weiße Wiesenknöpfe geben dem Beet einen wiesenhaften Charakter. Die übereinander aufgereihten Blütenquirle des gelben Brandkraut sind längst abgeblüht, doch die knubbeligen, jetzt hellgrünen Samenkapseln bleiben noch bis zum Winter erhalten. Auf den Beeten hinterm Haus geht es farblich verhaltener zu. Drei Rispenhortensien mit cremeweißen Boller-Blüten dominieren das Bild. Es wird ergänzt durch schmale Rispen von Kerzenknöterich und Silber-Kerzen, dazu ein paar Wiesenknöpfe. Beim genaueren Betrachten fällt mir eine Lenzrose ins Auge, die früh im Gartenjahr blühte. Nun setzt sie an zum zweiten Auftritt: Frische grüne Blätter haben sich gebildet, Knospen entfalten sich zu cremeweißen Blüten. So trifft Helleborus auf Hortensie, Frühling auf Sommer. Und die Gärtnerin staunt mal wieder über das wunderliche Werk der Natur.



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