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Garten und Blumen

22. November 2017 | 06:53 Uhr

Kolumne : Freude an dem Tränenden Herz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn Besucher in diesen Tagen vor den prächtigen Tränenden Herzen auf dem Hof stehen, dann sagen die einen, dass sie damit kein Glück haben. Andere wieder meinen, dass sie die altmodischen Pflanzen nicht mögen. Ich setze dann zu ihrer Verteidigung an, obwohl das Herzchenrosa der Blüten nicht zu meinen Favoriten im Garten gehört. Der anmutigen Gestalt der Tränenden Herzen und der so frühen und prächtigen Blüte im Gartenjahr kann ich allerdings viel abgewinnen. Kommt die Staude dann noch mit weißen Blüten daher, empfinde ich sie als sehr edel im Gartenbeet. Bei der Betrachtung fällt mir auch immer wieder das Kunstprojekt anlässlich der Landesgartenschau in Wismar 2002 ein. Damals nämlich konnte man unter Kopfhörern einem Text von Valentin Rothmaler lauschen, der „wie Liebesgeflüster, Freudengesänge oder auch Lustgestöhne die Namen von Blumen aneinander reihte“: Brennende Liebe und Engelsüß, Mädesüß und Mannstreu, Liebstöckel und Pechnelke, Rührmichnichtan und Tränendes Herz,
Ungnad und Vergissmeinnicht.

Beate Schöttke-Penke

www.sonntagsgruen.de


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