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Garten und Blumen

20. November 2017 | 09:08 Uhr

Es wird durchgeblüht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Es wird durchgeblüht!“ Der Titel des letzten Buches von Karl Foerster, 1968 – zwei Jahre vor seinem Tod, ist für viele Gärtner zum Programm geworden. Wer auf sich hält, versucht rund ums Jahr Farbtupfer zu setzen. In diesen dunklen Tagen gelingt dies wunderbar mit dem kräftig gelb blühenden Winterjasmin (Jasminum nudiflorum), der an die Pflege des Gärtners so gar keine Ansprüche stellt. Eine windgeschützte Stelle im Garten ist ideal, leicht kalkhaltige Erde wird geschätzt. Als sogenannter Spreizklimmer hat die Pflanze keine Haftorgane, braucht also beim Klettern eine Aufbindhilfe. Die vierkantigen, grünen Zweige lassen den Strauch als immergrün erscheinen. Allerdings nur dann, wenn die älteren, verholzten Zweige entfernt werden. Auch wer eine reiche Blüte möchte, sollte den Winterjasmin regelmäßig schneiden. Das ist denn auch die einzige Anforderung, die die Pflanze an den Gärtner stellt. Da der Strauch an den frischen, neuen Jungtrieben blüht, die er im Sommer ausbildet, müssen möglichst viele junge Triebe angesetzt werden. An jeder Schnittstelle verzweigen sich die Triebe, entstehen also die Blüten des nächsten Winters. Wer dies regelmäßig macht, hat gut vorgesorgt. Und schafft auf diese Weise vielleicht den nahtlosen Übergang zu anschließend blühenden Winterlingen, Schneeglöckchen und Krokussen, ersten Narzissen, Frühlings-Anemonen und –Alpenveilchen, Zaubernuss und Christrosen.


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