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Garten und Blumen

16. Dezember 2017 | 10:23 Uhr

Kolumne : Ein Tangotänzer im Gartenbeet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Segge ist die Allzweckwaffe für problematische Standorte

svz.de von
erstellt am 21.Sep.2014 | 23:54 Uhr

Unter der mächtigen Krone der jahrzehntealten Kastanie behauptet die Größte ihrer Art, die Hänge-Segge, ihren Standort. Die panaschierte Japan-Segge bildet am Fuß der mächtigen Kirsche inzwischen einen dichten Teppich. Und als ich jüngst die schattige Fläche zwischen Haselnusssträuchern und Apfelbäumen bepflanzen wollte, griff ich wieder zur Allzweckwaffe für problematische Standorte – der Segge. Sie hat zwar keine Blüten und duftet nicht. Dafür sind die meisten Arten langlebig, fast alle sind wintergrün. Sie passen in minimalistisch gestaltete Gärten ebenso wie in naturnahe Pflanzungen. Für nahezu jeden Platz im Garten, so kann man nachlesen, findet sich eine Art, die dort exzellent wächst. Zu Recht hat der Bund deutscher Staudengärtner die Segge deshalb kürzlich zur Staude des Jahres 2015 gekürt. Cornelia Pacalaj von der gartenbaulichen Lehr- und Versuchsanstalt in Erfurt vergleicht Seggen sogar mit Tangotänzern. Die kämen zwar in Discos zurecht. Doch ihre schöne Gestalt und ihre eleganten Bewegungen kämen erst dann richtig zur Geltung, wenn man ihnen ein wenig Freiraum gebe.








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