Kolumne : Ein Leben, dem ich nacheifere

Beate Schöttke-Penkes Gedanken und Erlebnisse rund ums Thema Garten:

svz.de von
01. Februar 2016, 13:01 Uhr

An meiner Freundin S. schätze ich nicht nur, dass sie eine kundige Staudengärtnerin, sondern auch eine fleißige Bücherleserin ist. Bei unserem letzten Zusammentreffen bekam ich gleich einen ganzen Bücherstapel zum Lesen ausgeborgt. Darunter war auch mal wieder ein Gartenbuch. Ich denke ja manchmal, dass ich die meisten wichtigen, schönen, anregenden Gartenbücher schon gelesen habe. Und dann kommt das von Gesa Klaffke-Lobsien und Kaspar Klaffke verfasste Buch „GartenLeben“ und bezaubert mich aufs Neue. Was fasziniert mich daran? Wie so oft ist es eine ganz individuelle Geschichte von gärtnernden Menschen, in diesem Fall einer studierten Biologin und einem studierten Landschaftsarchitekten. Mit 60 Jahren fangen sie noch einmal neu an, kaufen sich eine alte Gärtnerei in Hannover, bauen das frühere Arbeits- zu einem Wohnhaus um und legen auf den früheren Gewächshaus- und Anzuchtflächen einen Garten an. In ihrem Buch erläutern die Gartenenthusiasten ihr Vorgehen. Zwölf Monatsberichte spiegeln gut lesbar, oft lyrisch das intensive Gartendenken der Autoren wider. Jetzt, Mitte 70, fragen sie sich das erste Mal, wie lange sie den großen Garten noch pflegen werden können. Für mich sind die beiden mal wieder ein schönes Beispiel für all die Gärtnersleute, die ich – ob in Büchern oder im realen Leben – kennen und schätzen gelernt habe: Bis ins hohe Alter tätig, schöpferisch und kreativ sein – das ist eine Lebensart, der ich gerne nacheifere!

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