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Garten und Blumen

24. August 2017 | 08:44 Uhr

Kolumne : Ein Geschenk der Natur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn ganz ohne unser Zutun etwas entsteht

Eine Suppe aus Hokkaidokürbis mit Curry und Ingwer gehört zu meinen Leibspeisen. Ich schätze es, wenn die Früchte dafür aus dem eigenen Garten kommen. Wer selber Kürbisse ernten will, muss den Pflanzen allerdings einen entsprechend großen Platz einräumen. Weil wir diesen aus verschiedenen Gründen nicht haben wollen, verzichteten wir in den letzten Jahren auf den Anbau des Gemüses. In diesem Jahr nun erleben wir das, was schon das Buch „Der Bio-Garten“ von Marie-Luise Kreuter empfiehlt. Der eigene Kompostplatz ist danach nämlich ein super Platz für den Kürbis-Anbau. Die Pflanze hat Futt unter den Füßen, sprich einen nährstoffreichen Boden, von dem sie zehren kann. Wenn der Kompostplatz dann noch halbschattig steht und genügend Niederschläge dazu kommen, entstehen ideale Wachstumsverhältnisse.
Als sich vor zwei, drei Wochen auf unserem Kompostplatz überraschend die ersten zarten Blätter eines Kürbisses zeigten, freute mich das sehr. Inzwischen hat sich die Jungpflanze zu einem stattlichen Exemplar entwickelt und den viermal zwei Meter großen Kompostplatz überwachsen. Und die Ausbreitung geht munter weiter: Der Zaun zum Nachbarn ist überwunden, der Schubkarrenplatz erobert, die „Fühler“ zum Entenstall ausgestreckt. Aus der Unmenge an Blüten entwickeln sich in diesen Tagen die ersten Früchte und ich hoffe auf eine reiche Ernte von Hokkaidokürbissen, dessen Samen hier einmal gelandet sind. Mir ist das explosive Wachstum der Pflanze hoch droben auf dem Kompostplatz ja etwas unheimlich. Dschungelatmosphäre kommt hier auf. Andererseits: Ganz ohne unser Zutun ist etwas entstanden – ein schönes Geschenk der Natur!

Autorin: Beate Schöttke-Penke

www.sonntagsgruen.de




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