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Garten und Blumen

24. November 2017 | 19:38 Uhr

Kräuter : Duftende Oase fürs Küchenfenster

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer keinen Garten oder Balkon hat, muss auf ein Stückchen Grün nicht verzichten

Rosmarin, Thymian, Basilikum, Dill und Co. verbreiten nicht nur einen betörenden Duft. Frische Kräuter geben Speisen auch das gewisse Etwas. Umso schöner ist, wenn sie aus eigenem Anbau stammen. Und das geht, selbst wenn man keinen Garten oder Balkon hat. Denn die Fensterbank reicht völlig aus.

„Gerade mediterrane Kräuter sind recht genügsam und können gut in Töpfen oder Kästen gehalten werden“, sagt Burkhard Bohne, Initiator einer Kräuterschule in Braunschweig. Die äußere Fensterbank sollte es allerdings schon sein. „Am Innenfenster kann man Petersilie oder Basilikum über kurze Zeit aufstellen, wenn man sie ohnehin schnell ernten will“, sagt Bohne. Langfristig verlieren sie dort aber stark an Aroma.

Damit der kleine Garten auf der Fensterbank eine gute Ernte bringt, müssen die Pflanzen am richtigen Standort stehen. „Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano brauchen mindestens eine westliche, besser eine südliche Ausrichtung“, erklärt Bohne. Petersilie, Liebstöckel, Schnittlauch und Basilikum kommen sehr gut an Ost- oder sogar Nordseiten zurecht. „Diese Kräuter vertragen keine direkte Sonne, sie bevorzugen Halbschatten und gedeihen oft sogar noch im Schatten.“

Landschaftsarchitektin Bettina Jaugstetter nennt eine weitere Faustregel: „Pflanzen, deren Blätter weich und frischgrün sind, benötigen einen kühleren Standort und einen frisch-feuchten Lebensbereich.“ Ratsam ist es, die Pflanzen direkt nach dem Kauf zu teilen. „Einen kleinen Kräutertopf kann man locker auf vier Pflanztöpfe aufteilen“, erklärt sie.

Wichtig ist es, hochwertige Erde zu verwenden. „Diese enthält ein ausgewogenes Verhältnis von Ton, Torf und Langzeitdünger, der drei bis vier Wochen hält“, erklärt Bohne. Denn auch wenn Kräuter genügsam sind, sei die Nährstoffversorgung in der Anwachsphase wichtig. Danach genügt es, sie alle zwei Wochen flüssig zu düngen. Noch wichtiger als das Düngen ist das Gießen. Bei südlicher Ausrichtung sei laut Bohne einmal täglich gießen das Minimum. Ist die Witterung feucht-kalt, gießt man besser sparsam, sonst droht Fäulnis. Die optimale Gießzeit sei morgens.

Schädlinge sind bei mediterranen Kräutern eigentlich kein Problem. „Solange man optimal wässert, den richtigen Standort wählt und die Wurzeln ausreichend Platz haben, sind die Pflanzen so stabil, dass keine Schädlinge drohen“, sagt er . Treten dennoch Läuse auf, reiche es meist schon, die Schädlinge abzusammeln oder mit Spülmittelwasser zu behandeln.

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